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Indy: Schumacher happy - Ferrari in erster Reihe

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Indianapolis (dpa) - Die Hoffnungen von Michael Schumacher auf eine erfolgreiche Aufholjagd im Kampf um den WM-Titel haben beim US- Grand-Prix neue Nahrung erhalten. Zum dritten Mal in dieser Saison fuhr der Ferrari-Star in Indianapolis auf die Pole- Position.

Zudem steht neben Schumacher in der ersten Reihe nicht der in der Fahrer-Wertung bereits auf 25 Punkte enteilten WM- Spitzenreiter Fernando Alonso im Renault, sondern sein Teamkollege Felipe Massa. «Es hätte sicher nicht besser vonstatten gehen können. Gestern ist Deutschland im Fußball weitergekommen, heute haben wir die Pole geholt», sagte der sichtlich gut gelaunte Rekordweltmeister.

Nach dieser Demonstration der Stärke hofft Schumacher im WM-Rennen auf Schützenhilfe seines Teamkollegen aus Brasilien, der dem lediglich auf Platz fünf gefahrenen Spanier wichtige Punkte wegnehmen soll. «Wir wollen natürlich Boden gut machen auf Fernando. Die Möglichkeiten sind gut», kündigte Schumacher an.

Seine Landsleute Nick Heidfeld im BMW, Nico Rosberg im Williams und Ralf Schumacher im Toyota werden beim Großen Preis der USA eher nicht für Hilfsdienste in Frage kommen. Rosberg überstand den ersten Teil nicht und startet von Platz 19. Ralf Schumacher wurde Achter, Heidfeld Zehnter. «Nick hatte leider ein Problem im dritten Durchgang, dem wir noch auf den Grund gehen müssen. Auf den Monitoren sah es nach einem Elektronikdefekt aus», sagte BMW-Motorsport-Direktor Mario Theissen.

Auch das McLaren-Mercedes-Team kam mit dem Finnen Kimi Räikkönen und dem Kolumbianer Juan Pablo Montoya lediglich auf die Ränge neun und elf. «Startplatz schlecht, Strategie gut», sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Von der 67. Pole-Position seiner einmaligen Formel-1-Karriere steuert Schumacher auf der berühmten Rennstrecke im Mittleren Westen in seinem 241. Grand Prix seinen 87. Sieg an. Sollte der 37-Jährige seinen fünften Indy-Erfolg einfahren, wird er in den letzten acht Saisonrennen weiter von seinem achten WM-Titel träumen dürfen. Das sieht auch Alonso trotz des komfortablen Punktevorsprungs so: «Unsere Hauptbedrohung ist Ferrari.»

Der Renault-Pilot, der zuletzt die vier Rennen in Spanien, Monaco, Großbritannien und Kanada gewinnen konnte, kam auf der 4,192 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsrunde mit der berühmten Steilkurve nicht so in Fahrt wie gewohnt. Schon im Training dominierten Schumacher und Ferrari, in der Qualifikation setzte sich der Trend fort. Der dritte Saisonsieg des dienstältesten Fahrers liegt zu Beginn der zweiten Formel-1-Halbzeit durchaus in Reichweite.

Ein Jahr nach dem Reifen-Skandal boten die Hauptdarsteller den Fans auf der größten Motorsport-Bühne der Welt ordentlichen Sport. In den ersten beiden Runden gaben Schumacher und Massa den Ton an. Im Duell der Top Ten in den letzten 20 Minuten war zunächst Ralf Schumacher in Führung, doch die Favoriten holte sich die Bestzeit problemlos. Schumacher war in 1:10,832 Minuten bald eineinhalb Sekunden schneller als Alonso. Der Spanier musste auch noch seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella (Italien) und Honda-Pilot Rubens Barrichello aus Brasilien vorbeiziehen lassen.

Außerdem scheint die Fußball-Weltmeisterschaft im fernen Deutschland den Hobby-Kicker Schumacher und Ferrari zu beflügeln. «Italien hat es ja auch geschafft, so dass unser gesamtes Team nun voll motiviert sein wird für das Rennen. Beim Halbfinale am Dienstag werden beide Herzen in meiner Brust schlagen - das deutsche aber dann doch ein bisschen mehr. Ich drücke unserer Mannschaft alle Daumen, die ich habe», sagte Schumacher.

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