Zahlreiche Verletzte bei Unruhen am Tempelberg

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Nikola Karabatic steht innerhalb der französischen Liga vor einem Wechsel zum Abstiegskandidaten Aix-en-Provence.

Karabatic vor Wechsel nach Aix-en-Provence

Montpellier - Der im Zuge der Wettaffäre bei seinem Klub Montpellier HB in Ungnade gefallene ehemalige Welthandballer Nikola Karabatic steht innerhalb der französischen Liga vor einem Wechsel zum Abstiegskandidaten Aix-en-Provence.

 „Wir sind bereit. Und der Spieler ist bereit, große Anstrengungen zu unternehmen, um bei uns spielen zu können“, sagte Sportdirektor Cambriels. Karabatic müsste demnach auf einen Teil seines üppigen Gehalts verzichten.

Der 28-Jährige würde bei Aix-en-Provence auch wieder mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder Luka zusammenspielen. Luka Karabatic und Montpellier hatten sich im November 2012 aufgrund des Wettskandals getrennt, in Aix-en-Provence hatte der Kreisläufer einen Vertrag bis Mitte 2014 unterzeichnet.

So lange dürfte Nikola nicht bleiben. Im Sommer wird mit einem Wechsel in die Bundesliga oder nach Spanien gerechnet. Seinem Ex-Klub, dem deutschen Rekordmeister THW Kiel, ist der Doppel-Olympiasieger von seinem Berater bereits angeboten worden. „Und eine definitive Absage hat er von uns nicht bekommen“, hatte THW-Manager Klaus Elwardt während der WM in Spanien im Gespräch mit dem SID erklärt.

In seiner Heimat musste Karabatic wegen der Wettaffäre am Dienstag aussagen. Statt eines durchschnittlichen Einsatzes von 5000 Euro waren am 12. Mai 2012 im Spiel beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson Rennes über 80.000 Euro auf die Begegnung gesetzt und damit Gewinne von knapp 300.000 Euro gemacht worden. Nikola Karabatic hatte in besagtem Spiel wie einige seiner Teamkollegen verletzungsbedingt gefehlt.

Dennoch war unter anderem gegen Karabatic und seinen Bruder ein Strafverfahren wegen Wettbetrugs eingeleitet worden. Angeblich soll sich Nikola Karabatic am Abend vor dem Spiel eine App für Online-Wetten auf sein Smartphone geladen haben. Das hatte die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet und sich dabei auf eine „der Untersuchung nahestehende Quelle“ berufen.

Nun äußerte sich Karabatic vor einem Gericht in Montpellier. „Die Anhörung ist gut gelaufen. Ich habe mir noch nie Sorgen gemacht. Ich bin froh, dass ich die Fragen beantworten konnte. Ich kann es kaum erwarten, dass so bald wie möglich eine Entscheidung getroffen wird“, sagte Karabatic, während sein Verteidiger Jean-Robert Phung erklärte: „Wir wollen, dass die Justiz schnell handelt und die richtige Entscheidung trifft.“

sid

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