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Nach 55 spannenden Runden in Abu Dhabi hat sich Nico Rosberg seinen Platz im Kreise der Formel-1-Weltmeister verschafft.

Rosberg ist Formel-1-Weltmeister

Kommentar: Krönung eines Spätzünders

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Abu Dhabi - Nico Rosberg hat die bösen Geister des ewigen Zweiten endgültig besiegt. Damit hat sich der Deutsche auch ein neues Image geschaffen. Ein Kommentar.

So fährt man seinem eigenen Image davon: Bis gestern Nachmittag war Nico Rosberg mit dem Stempel „ewiger Zweiter“ in der Formel 1 unterwegs – die Folge seiner vorangegangenen WM-Niederlagen gegen Lewis Hamilton, den scheinbar unbezwingbaren Mercedes-Stallrivalen, gegen den der Wiesbadener in den beiden Vorjahren nichts zu melden hatte. Rosbergs Rolle im Schatten des Briten – sie schien zementiert. War sie aber doch nicht. Der Bann ist gebrochen. Und Rosberg nun, mit 31 Jahren, der dritte deutsche Formel-1-Weltmeister nach Michael Schumacher und Sebastian Vettel. Ein großartiger Erfolg. Und auch ein hochverdienter.

Zwar war es nicht der furioseste Titelgewinn der Formel-1-Geschichte, den Rosberg da am Sonntag beim Saisonfinale in Abu Dhabi perfekt gemacht hat. Die Eroberung der WM-Krone aber ist zweifellos der gebührende Lohn für die imponierende Beharrlichkeit, mit der sich der Deutsche gegen sein persönliches „Trauma“ Hamilton auflehnte, um es schließlich zu bewältigen. Andere Piloten hätten nach den Pleiten der vergangenen beiden Jahre vielleicht kapituliert. Rosberg aber ließ sich nicht entmutigen, präsentierte sich heuer gefestigter, stärker denn je – und lieferte damit ein schönes Beispiel dafür, wieunerschütterlicher Glaube an sich selbst im Leben manchmal auch mit Verzögerung noch zum Ziel führen kann. So hat Rosberg, der Champion 2016, neben dem WM-Titel auch ein neues Image gewonnen: Spätzünder der Extraklasse.

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