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Die Kräfte reichen nicht

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- Garmisch-Partenkirchen - "Das ist kein Beinbruch", versuchte Johann Oswald die Enttäuschung seiner Mannschaft nach der ersten Saisonniederlage in Berlin etwas zu dämpfen. Der Trainer der Eishockey-Bundesliga-Frauen des SC Riessersee wollte am Wochenende eigentlich drei Punkte einfahren. In Hamburg ist das beim knappen 6:5-Sieg gerade noch gelungen, in der Bundeshauptstadt reichten dagegen die Kräfte der ersatzgeschwächten Werdenfelserinnen nicht mehr und sie mussten sich dem Olympischen Sportclub mit 0:2 geschlagen geben.

"Es war ein Spitzenspiel", zeigte sich Oswald begeistert von einer leidenschaftlich geführten Partie, die auf hohem kämpferischen und spielerischen Niveau stand.

Das erste Drittel endete noch torlos, dann drehten die Berlinerinnen aber auf und gingen mit 2:0 in Front. Oswald war mit der Führung der Gastgeberinnen nicht ganz einverstanden. Das zweite Tor lastete er den Schiedsrichtern an: "Eine Fehlentscheidung." Sein Team unternahm zwar noch einmal alles, um nach acht Siegen in Serie weiterhin eine weiße Weste zu behalten. Da aber einige Leistungsträgerinnen so manche Minuten auf der Strafbank verbringen mussten, gelang es den Garmisch-Partenkirchnerinnen nicht mehr, das Ergebnis erträglicher zu gestalten oder die Partie gar noch zu wenden.

"Ein 0:1 wäre besser gewesen", räumte Oswald im Hinblick auf das Rückspiel ein, da möglicherweise der direkte Vergleich der beiden Rivalen im Titelrennen entscheidend sein kann.

Gegen Hamburg verbuchte der SCR auch die zweite Begegnung auf der Habenseite. Allerdings mussten die Werdenfelserinnen mehr Energien investieren als geplant. Die Hanseaten lagen schon nach zehn Minuten mit 2:0 in Front. "Da ging uns noch im Kopf herum, dass wir das Hinspiel so hoch gewonnen hatten", kritisierte der Coach.

In der Drittelpause rüttelte er seine Akteure aber wach, die im zweiten Abschnitt immerhin den 3:3-Gleichstand markierten. Im letzten Durchgang schien sich der Titelaspirant dann durchzusetzen und führte schon mit 6:4. "Da habe ich gedacht, der Käse wäre gegessen", war Oswald zuversichtlich. Doch die Hamburgerinnen kamen drei Minuten vor dem Ende noch einmal heran und ließen ihren Gegner zum Schluss noch richtig um den Erfolg zittern. K Christian Heinrich

K Hamburger SV -SC Riessersee 5:6 (2:0, 1:3, 2:3).

SC Riessersee: L. Geml -Bader, Bettarini, Schauer, Kruck, Fellner -Simon, Schneeloch, Florian, Marx, Brückl, J. Geml, Speyer, Bittner, Seeberger. -Zuschauer: 98. -Tore: 1:0 (1.56) Röder, 2:0 (9.13) Evers, 2:1 (20.59) Florian, 2:2 (27.48) Florian, 2:3 (28.25) Speyer, 3:3 (33.03) Matz, 3:4 (45.48) Schneeloch, 4:4 (45.49) Müller, 4:5 (53.53) Fellner, 4:6 (56.00) Florian, 5:6 (56.36) Evers. -Strafminuten: 16 -16.

OSC Berlin -SC Riessersee 2:0 (0:0, 2:0, 0:0).

Tore: 1:0 (30.21) Rörig-Näsinger, 2:0 (30.59) Kemnik. -Strafminuten: 28 -22.

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