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Krenkl lässt grüßen

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- Franz Xaver Krenkl, 1780 - 1860, Münchner Original, Lohnkutscher, Organisator von Pferderennen und Schöpfer des Ausspruches "Wer ko, der ko!", wäre am vergangenen Wochenende beim Internationalen Fahrturnier für Zwei- und Vierspänner mit Bayerischer Meisterschaft auf der Olympia-Reitanlage Riem, unweit der nach ihm benannten Krenklstraße, in seinem Element gewesen. Drei Tage waren die Gespanne der Großpferde und Ponys in der Dressur, im Marathon und Hindernisfahren in vielen Wettbewerben gefordert.

Angereist waren sie wie ein Kleinzirkus. So kamen die Teilnehmer meist mit großem Truck und riesigem Anhänger an, mussten doch zwei Kutschen, bis zu fünf Pferde (inclusive Ersatzpferd), mindestens drei Personen, Futter, Geschirre und sonstiges Equipment transportiert werden. Viel Geld gibt es im Fahrsport nicht zu gewinnen, aber das macht nichts. Man kennt sich, feiert zusammen, kommt viel mit den Pferden rum, und dafür greift man vielmehr gern tief in die Tasche.

45 Gespanne aus Österreich, Frankreich, Italien, Belgien und Deutschland traten im Münchner Osten an. Turnierleiter und Parcourschef war der international bewährte Helmut Rath (66), gebürtig in der Steiermark, seit 1961 in Forstenried wohnhaft. Seine Turnierphilosophie: "In einem Parcours müssen die Guten ihr Können zeigen können, die weniger Guten dürfen aber nicht zu schlecht aussehen."

Ein lupenreines Ergebnis als Sieger in allen Disziplinen lieferte der amtierende Weltmeister Rainer Pointl aus dem oberösterreichischen Almtal bei den Zweispännern ab. Mit seinen schmucken Kladrupern (mit Lipizzaner-Einschlag) demonstrierte er seine Klasse wie sein Vater Albert Pointl mit den Vierspännern. In dieser Klasse holte sich Xaver Pfleger vom LRFV Fürstenfeldbruck den Titel des bayerischen Meisters. Bei den Ponys (Zweispänner) ging der Turniersieg an Andre Wynants.

Nur knapp vom Belgier geschlagen, holten sich Maximilian Forster aus Au bei Bad Feilnbach und sein Haflingergespann den Ehrenplatz. Der Gymnasiast ist erst seit 2001 auf der Kutsche und ein Riesentalent. Schon im Vorjahr belegte er bei den "Bayerischen" Rang drei, nun ist er mit seinen 18 Jahren der jüngste bayerische Kutscher aller Zeiten. Nun, was hätte der Franz Xaver Krenkl dazu gesagt, wenn er es erleben hätte dürfen? Wahrscheinlich: "Wer ko, der ko"...

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