1. Startseite
  2. Sport
  3. Mehr Sport

Kunstturn-WM: Mit Bronze mitten in die Weltklasse

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

- Aarhus - Fabian Hambüchen hat bei der Kunstturn-WM in Aarhus eine sensationelle Aufholjagd mit dem Gewinn der Bronzemedaille gekrönt. Der letztjährige Europameister am Reck belegte im Mehrkampf-Finale einen kaum erwarteten dritten Platz und wurde von den deutschen Fans überschwänglich gefeiert.

Es war die erste WM-Medaille im Sechskampf für den Deutschen Turner-Bund (DTB) seit 13 Jahren, damals war der Berliner Andreas Wecker Dritter geworden.

"Das war der beste Wettkampf meines Lebens", schrie Hambüchen förmlich auf dem Weg zur Siegerehrung, bei der die stundenlange Anspannung sicht- und spürbar von ihm abfiel. Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB), war glücklich: "Fabian ist mitten in der Weltklasse angekommen und das bei Schwächen am Seitpferd. Er ist und bleibt ein Glücksfall für das deutsche Turnen."

Gleich zweimal hatte der 18-Jährige im Verlauf der WM-Woche seine Reckkür mit einem Sturz begonnen, diesmal behielt der Gymnasiast von der TSG Niedergirmes am "Königsgerät" die Nerven und spulte sein leicht abgespecktes Programm nahezu perfekt ab, seinen zweimal misslungenen Kolman-Salto reduzierte er zu einem Kovacs-Salto. Am Ende kam Hambüchen am Reck auf 15,675, insgesamt auf 92,975 Punkte, vor ihm lagen nur der Chinese Yang Wei (94,400) und Hiroyuki Tomita aus Japan (93,175).

Hambüchen, vor 3500 Zuschauern mit einer starken Bodenübung in die Entscheidung gestartet, bewies Kämpferqualitäten, als er nach seinen schwächeren Geräten Seitpferd und Ringe bis auf den zehnten Platz zurückfiel. Doch ein nahezu perfekter Sprung brachte den Hessen beim Medaillenrennen wieder ins Spiel, am Barren setzte Hambüchen seine Erfolgsserie fort und verbesserte sich bis auf Rang vier.

"Es wäre klasse, wenn ich meine Platzierung aus der Qualifikation halten könnte", hatte Hambüchen vor der Entscheidung in der NRGi-Arena als Marschroute ausgegeben. Darüber hinaus wollte der der von seinem Vater Wolfgang trainierte Schüler "einen schönen und sauberen Durchgang" turnen. Das gelang ihm bis zum Ende und er verabschiedete sich vom Publikum mit einem strahlenden Lächeln und hoch erhobenen Armen.

Auch interessant

Kommentare