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Lechleiter: Neue Rolle, neues Glück

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- Unterhaching - Der Film "Deutschland - ein Sommermärchen" hat Robert Lechleiter gut gefallen. Er ist skeptisch ins Kino gegangen, "ich habe gedacht, Kameras haben in der Kabine nichts verloren", aber dann hat ihn der Streifen doch überzeugt. "Da sind einige Highlights drin", sagt er, am besten fand der Hachinger die Szene, "als der Lehmann Frau Merkel was zu steuerlichen Vergünstigungen fragt".

Ansonsten habe ihn der Film auch noch um eine kleine berufsspezifische Erkenntnis reicher gemacht: "Bei der Nationalelf läuft es in der Kabine praktisch genauso ab wie bei uns - nur spielen die halt dann vor 70 000 Leuten, das ist bei uns ein bisschen anders. Leider."

Robert Lechleiter erzählt das ohne Wehmut. Der 26-Jährige ist glücklich, auch wenn er mit Haching schon zufrieden sein muss, wenn mal 7000 Leute zusehen. Am Freitag spielt sein Klub zuhause gegen Köln, "vielleicht kommen da mal so um die 7000 Fans", sagt er, "verdient hätten wir es mal". Seit drei Spieltagen zeigt die Formkurve der SpVgg nach oben, am Sonntag hat Lechleiter mit zwei Treffern für den ersten Saisonsieg gesorgt. "Jetzt ist gegen Köln auch der erste Erfolg zuhause fällig - das sind wir den Fans schuldig."

Haching, sagt Lechleiter, tut sich gegen große Mannschaften leichter - also kommt Köln gerade recht. Der Aufstiegskandidat stellt sich nicht primär hinten rein, es werden Räume für Hachinger Konter entstehen - Räume für Robert Lechleiter. Harry Deutinger hat den gelernten Stürmer ins linke Mittelfeld versetzt, "das war für mich schon überraschend, ich habe mein Leben lang im Sturm gespielt", berichtet der Ismaninger, "aber mittlerweile fühle ich mich da draußen richtig wohl. Ich kann da meine Schnelligkeit gut ausspielen." Neue Rolle, neues Glück: Seit drei Jahren ist er Hachinger, erst seit einigen Monaten aber unverzichtbar.

"Ich will immer spielen", ist das persönliche Saisonziel, ein erfolgreiches Jahr wäre, "wenn wir sieben Spieltage vor Ende nicht mehr zittern". Dann wären auch ein paar stressfreie Kinobesuche mehr drin.

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