Zu den Löwen oder zum Eishockey

- München - Fußball im Winter kann eine richtig lustige Sache sein. Die Bilder, die in dieser Woche beim Training des TSV 1860 entstanden, lassen auf einigen Spaß schließen, mit beherzten Grätschen durch den Schnee und kuriosen Läufen des Balles. Das Dumme an dem launigen Kick unter erschwerten Bedingungen ist nur, dass er eine ziemlich realistische Vorbereitung auf das ist, was den Löwen morgen Abend bevorstehen könnte. Wenn sie eines im Spiel gegen Erzgebirge Aue nicht erwarten dürfen, dann einen makellosen Rasen.

Das Stadion an der Grünwalder Straße verfügt, anders als das Olympiastadion über keine Rasenheizung. Nachdem der geplante Umzug in die frühere Heimstatt gescheitert ist, hofft man nun, die Arena auf Giesings Höhen einigermaßen hinzukriegen. Der letzte Stand: Es könnte klappen, aber vom Schnee befreit sein wird der Platz nicht.

Schwierige Bedingungen, die aber für Remo Meyer voraussichtlich keine Bedeutung haben werden. Den Schweizer, zum Rückrundenauftakt einer der wenigen Löwen mit passabler Leistung, plagen Adduktorenbeschwerden. Für ihn rückt womöglich Emmanuel Krontiris in den Kader.

Falls denn gespielt wird. Im Internet debattieren die Fans bereits über eine Schneeräum-Aktion, wie sie in Unterhaching seit Jahren Usus ist - oder sie suchen nach Alternativen. Für den Fall einer Absage steht das Eishockey-Heimspiel des EHC München gegen Riessersee beim Löwen-Anhang hoch im Kurs. Die Wettervorhersage verheißt jedenfalls keine Besserung. Von Tauwetter keine Spur. Dafür ergiebigen Schneefall.


 

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