Rennen um AKK-Nachfolge: Nächster prominenter CDU-Politiker macht ernst

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Die Mannschaft steht in der Pflicht

- München - So ein Rückrundenstart ist mit vielen offenen Fragen verbunden, doch eines steht schon jetzt fest: Fernando Santos wird keine Angst haben. Nervös, so viel gesteht der Neuzugang des TSV 1860 ein, werde er bei seinem ersten Einsatz morgen den 1. FC Kaiserslautern wohl sein, doch "sobald ich einmal gegen den Ball getreten habe, ist das weg". Für Furcht dagegen ist überhaupt kein Platz, auch wenn ihm als Gegenspieler bei der Premiere der kolossale FCK-Stürmer Lokvenc (1,96 m/95 kg) zugeteilt wird. Daheim in Brasilien, ließ Fernando gestern für die vollzählig versammelte Presse übersetzen, gebe es ein Sprichwort: "Wenn die Größe entscheiden würde, wären die Elefanten im Zirkus der Chef."

<P>Als er das sagte, hatte Falko Götz den Raum leider schon verlassen. Dem Trainer hätten die Worte seines neuen Schützlings gefallen, selbst wenn launige Vergleiche mit Rüsseltieren streng genommen in die Kategorie fallen, die nach Götz' Meinung die Vorbereitung geprägt hat: "Bis jetzt war alles Vorgeplänkel." Fast jeder Bundesligaklub versicherte, er habe sich optimal vorbereitet und Schwächen ausgemerzt. Konsequenterweise dürfte demnach keiner einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz haben.</P><P>Am interessantesten für die Löwen war noch die Tatsache, dass die schrillsten Misstöne ausgerechnet aus Kaiserslautern zu hören waren. Drei Spieler wurden suspendiert, von denen der eine (Steffen Freund) als Revanche dem Klub attestierte, "dass hier alles kaputt ist". Die Kollegen werden das morgen widerlegen wollen, aber an Motivation sollte es im Olympiastadion sowieso niemandem mangeln. Dafür müsste allein schon die Situation in der Tabelle sorgen - 14. gegen 15.</P><P>In der gesamten vierwöchigen Vorbereitung kann sich Falko Götz an kein Trainingsspiel erinnern, "wo sich eine Mannschaft hat abschießen lassen". Er wertet dies als Beleg für die hohe Konzentration, mit der sich der Kader auf die Rückrunde eingestimmt hat, in der die folgenschweren Versäumnisse der letzten sechs Hinrundenspiele wettgemacht werden müssen. Während Präsident Wildmoser anregt, mit den überwiegend jüngeren Spielern schonend umzugehen, scheint Götz eher umgekehrt verfahren zu wollen. Dem Druck müsse sich die Mannschaft stellen, "sie ist ja auch dafür verantwortlich".</P><P>Das sind deutliche Worte, gar nicht nach Geplänkel klingend, und Götz kann noch deutlicher. Jetzt stehe "die Mannschaft in der Pflicht", sich "dem Kampf zu stellen, der sicherlich sehr hart wird". Rücksicht auf vermeintlich zarte Gemüter mag er schon deshalb nicht nehmen, weil er einige der Jungprofis bereits als "fester Bestandteil" und in der Stammelf "unverzichtbar" erachtet. Daraus könnte man schließen, dass etwa im Kampf um die Position im rechten Mittelfeld Andreas Görlitz, der morgen 22 wird, Vorteile gegenüber dem acht Jahre älteren Harald Cerny hat.</P><P>Es ist nicht die einzige offene Personalie. "Kopf-an-Kopf-Rennen" sieht Götz auch in der Innenverteidigung (Costa oder Hoffmann) und im Sturm (Schroth, Davids oder gar Agostino, der seine Grippe rasch überwunden hat). Verbindlich dabei sind dagegen die beiden Neuen. Gerhard Poschner erhält vom Trainer den Auftrag, sich "gerade im Bereich Verantwortung" hervorzutun, während der unerschrockene Fernando sich zunächst mal auf solide Abwehrarbeit beschränken soll. Götz erwartet nicht, "dass er in jedem Spiel der beste Mann ist". Vorerst muss er nur Lauterns Elefanten zähmen.<BR></P>

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