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Für van Marwijk wird es immer enger

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- Dortmund - Bei Borussia Dortmund hat die Diskussion um Trainer Bert van Marwijk eine neue Tragweite erreicht. Mit dem 0:1 gegen Hannover 96 verpasste der Revierklub nicht nur den Einzug ins Pokal-Achtelfinale, sondern auch die Chance zur Wiederherstellung des Betriebsfriedens. Wie schon gegen den VfL Bochum (1:1) drei Tage zuvor blieben beim BVB auch im einzigen Bundesliga-Duell der 2. Runde viele Wünsche offen.

Vor 29 000 Zuschauern besiegelte Vahid Hashemian (86.) den Knockout für den BVB, der nach der Roten Karte gegen Torhüter Roman Weidenfeller (49.) fast die ganze zweite Halbzeit in Unterzahl spielen musste. In der Schlussminute nahm der Münchner Schiedsrichter Felix Brych eine Elfmeterentscheidung zu Gunsten der Borussia nach Intervention seines Assistenten zurück und zog sich damit den Unmut der BVB-Fans zu.

Ähnlich wie beim Bundesliga-Duell beider Mannschaften (2:2) knapp einen Monat zuvor erwiesen sich die Gäste, die auf Mittelfeldspieler Altin Lala und Angreifer Thomas Brdaric verzichten mussten, als unbequemer Gegner. In der im Vergleich zur Bochum-Partie auf drei Positionen veränderten BVB-Startelf lief zunächst nur wenig zusammen. Zwar war mehr Laufbereitschaft da, aber kein Fortschritt im statischen Spielaufbau zu erkennen.

In einer bis zur Pause schwachen Partie blieben Torchancen hüben wie drüben Mangelware. Obwohl van Marwijk in Alexander Frei, Nelson Valdez und Ebi Smolarek drei Offensivspieler aufgeboten hatte, bekamen die BVB-Fans bis auf einen Kopfball von Valdez (20.) nur wenig zu sehen. Hannover erwies sich als ebenbürtig, schlug aber aus der Schwäche des Gegners kein Kapital. Nur bei einem durch Valdez abgewehrten Fernschuss von Szabolcs Huszti (30.) und einem Kopfball von Hashemian (40.) war Torgefahr erkennbar.

Erst nach Wiederanpfiff gewann die Partie an Unterhaltungswert. Nach einem absichtlichen Handspiel von Weidenfeller im Duell mit Jan Rosenthal außerhalb des Strafraumes verwies Brych den Keeper des Feldes. Die Gäste witterten nun ihre Chance und forcierten das Angriffsspiel. Nur mit Glück und Geschick verhinderte Weidenfeller-Ersatz Sören Pirson bei seinem Profi-Debüt eine frühere Führung.

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