Klemens Wind ist Schiedsrichter-Obmann der Gruppe Weilheim
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Klemens Wind ist Schiedsrichter-Obmann der Gruppe Weilheim

Nach Kritik im Frühjahr hat sich Infektionsrisiko etwas verringert

Mehr Schutz für die Schiedsrichter

  • VonChristian Heinrich
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Klemens Wind hat im Frühjahr den BFV aufgrund des Infektionsriskos für Schiedsrichter kritisiert. Die Situation hat sich seidem verbessert.

Landkreis – Klemens Wind hat nur ein Anliegen, wenn die Saison an diesem Wochenende in den unteren Amateurklassen wieder beginnt. „Ich wünsche uns Fairness auf dem Platz“, sagt der Schiedsrichter-Obmann der Gruppe Weilheim. Wie schon im Frühjahr weist er darauf hin, dass Spieler, Trainer, Referees und Zuschauer respektvoll miteinander umgehen sollen.

Noch sei die Pandemie nicht besiegt und nicht genügend Menschen gegen Covid-19 geimpft, um das Thema abzuhaken. Einige Unparteiische haben sich aus Angst, sich mit Corona zu infizieren, deshalb weiterhin selbst gesperrt.

Inzwischen haben die Verantwortlichen auch die ersten Konsequenzen aus den Erfahrungen vom vergangenen Herbst gezogen. Wind und seine Kollegen hatten moniert, dass ihnen das Hygienekonzept des gastgebenden Vereins selten zugeschickt wurde und sie oft nicht wussten, ob ihnen eine eigene Kabine oder eine Dusche zur Verfügung steht. Dies ist nun klar geregelt. Die Vereine haben ihr Hygienekonzept bis spätestens zwei Tage vor der Partie an den eingeteilten Schiedsrichter und den Obmann zu verschicken.

Neu ist auch, dass die Klubs bis eine Stunde nach Spielende das Ergebnis selbstständig melden müssen. Die Maßnahme dient vor allem dem Schutz des Referees. Im vergangenen Frühjahr hatte die Schiedsrichter-Gruppe Weilheim darüber geklagt, dass ihre Mitglieder teilweise in öffentlichen Räumen und auf nicht desinfizierten Computern den elektronischen Spielbericht hatten ausfüllen müssen. Viele weigerten sich daher, unter diesen Voraussetzungen, ihren Aufgaben vor Ort nachzukommen und erledigten sie erst, als sie wieder bei sich zuhause eingetroffen waren. Bis die Ergebnisse und Daten online abrufbar waren, konnten einige Stunden vergehen. Jetzt soll zumindest das Resultat von den Vereinen schon veröffentlicht sein, bevor der Schiedsrichter Torschützen, gelbe und rote Karten sowie Auswechslungen eingibt.

Außerdem sind die Vereine verpflichtet, die Aufstellung für die jeweilige Partie bereits eine halbe Stunde vor Anpfiff freizugeben. Halten sich Zuschauer, Betreuer oder Spieler nicht an die Hygienevorschriften, besitzt der Schiedsrichter weiterhin keine Handhabe, um etwas dagegen zu unternehmen. Er kann auch weiterhin die Vorfälle nur melden.

Wind machte darauf aufmerksam, dass es in Zukunft nur dann möglich sei, alle Spiele im Kreis Zugspitze zu besetzen, wenn die Vereine ausreichend Kandidaten finden, die bereit sind, die Begegnungen zu leiten. Der nächste Neulingskurs der Schiedsrichter-Gruppe Weilheim beginnt Anfang September. „Es herrscht keine Präsenzpflicht“, stellt der Obmann klar. Die vier Seminare werden virtuell abgehalten. Auch die schriftliche Prüfung findet über das Internet statt. Einzig der Fitness-Test, ein Lauf über 1000 Meter in maximal acht Minuten, muss auf der Bahn absolviert werden. CHRISTIAN HEINRICH

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