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Der Meisterplan: Immer 2:1

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- Gelsenkirchen - Zwei spektakuläre Tore erzielt, die Krise beendet und Tabellenführer Werder Bremen auf den Fersen geblieben: Bei Schalke 04 müssten eigentlich alle zufrieden sein. Doch die königsblauen Stars geben Trainer Mirko Slomka weiter Rätsel auf. "Wir sind wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen, das ist enttäuschend", klagte der Schalker Trainer nach dem 2:1 (2:0) gegen Hannover 96, als sein Team nach starkem Beginn in einer schwachen zweiten Halbzeit beinahe noch den Sieg verspielte.

Wieder hatte sich seine Mannschaft durch ein schnelles Gegentor nach dem Seitenwechsel völlig aus dem Konzept bringen lassen. "Wir kamen überhaupt nicht mehr richtig raus und hatten gar keine Torchancen mehr", kritisierte Slomka das Verhalten nach dem Anschlusstreffer durch Jan Rosenthal (52.). "Wenn ich wüsste, woran es liegt, hätte ich eine Lösung parat". grübelte der Trainer über die "leichte Verunsicherung": "Wir versuchen in der Kabine immer wieder andere Dinge, aber es bringt alles nichts."

Anders als bei den Niederlagen bei Hertha BSC Berlin (0:2) und Bayer Leverkusen (1:3) blieb die Schwächephase nach der Pause diesmal aber ohne Folgen. Am Ende stand der dritte Sieg im vierten Heimspiel, der Sprung auf Platz zwei und die ungetrübte Freude Slomkas über "zwei wunderschöne Tore" vor der Pause: Zunächst tanzte der starke Zlatan Bajramovic 96-Youngster Rosenthal im Strafraum aus und verlud Torhüter Robert Enke mit einem Außenrist-Schuss ins kurze Eck (18.). Dann nutzte Lewan Kobiaschwili die sehenswerte Vorarbeit von Kevin Kuranyi und Lincoln jeweils per Hacke zum 2:0 (27.).

Spielmacher Lincoln, wegen des Ausfalls des grippekranken Marcelo Bordon erstmals Kapitän, ließ sich anders als sein Trainer durch den Leistungseinbruch nach der Pause nicht irritieren. "Es gibt keine Mannschaft, die 90 Minuten lang durchgehend immer guten Fußball spielt", meinte der Brasilianer: "Entscheidend ist, dass wir 2:1 gewonnen haben. Wenn wir immer 2:1 gewinnen, werden wir Meister."

Hannovers Trainer Dieter Hecking verlor innerhalb von gut zwei Monaten zweimal gegen seinen Freund Slomka: am 19. August 0:1 mit Alemannia Aachen, nun folgte nun die erste Niederlage mit seinem neuen Klub.

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