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Schumi-Weggefährte Brawn über Vergleiche und Unterschiede zwischen Mick und seinem Papa

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Von: Antonio José Riether

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Bleibt Mick Schumacher in der Formel 1? Gemäß Ross Brawn, einem Wegbegleiter seines Vaters, verdient er es, „den nächsten Karriereschritt“ zu machen.

London - Es gibt nur wenige Persönlichkeiten in der Formel 1, die so erfolgreiche Arbeit leisteten wie Ross Brawn. Der ehemalige technische Direktor von Benetton und Ferrari war etwa an allen Weltmeistertiteln von Michael Schumacher beteiligt, auch Jenson Button holte unter seiner Leitung den Titel. Kürzlich sprach der heutige Formel-1-Sportdirektor Brawn in einem Interview über Schumi und Sohn Mick und bewertete dessen derzeitige Ausgangslage.

Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn sieht Mick Schumacher derzeit „am Scheideweg“

Noch ist nämlich nicht sicher, ob der 23-Jährige auch im kommenden Jahr beim US-Rennstall unter Vertrag stehen wird, in den vergangenen Wochen und Monaten gab es diverse Wechselgerüchte um seine Person. Brawn sprach gegenüber Sport1 über Mick Schumacher, der bald seine zweite Formel-1-Saison beendet. „Er hat sich in diesem Jahr enorm verbessert“, meint der 67-Jährige.

Ross Brawn und Mick Schumacher im Jahr 2017 auf der Rennstrecke in Spa.
Ross Brawn und Mick Schumacher im Jahr 2017 auf der Rennstrecke in Spa. © Motorsport Images/imago

Dieses Jahr habe er mit Kevin Magnussen als Teamkollegen „eine richtig gute Referenz“, nun stehe Mick „an einem wichtigen Scheideweg seiner Karriere“. Noch steht nicht fest, ob oder für welches Team der Sohn des siebenfachen Weltmeisters im kommenden Jahr in der Königsklasse fährt. Brawn wünscht ihm aber offenbar eines der verbleibenden Cockpits in der Formel-1-Teams: „Er verdient es jedenfalls, den nächsten Karriereschritt zu machen. Und daran wird er dann gemessen werden“, weiß der ehemalige Mercedes-Teamchef.

Formel 1: Ross Brawn vergleicht Vater und Sohn: „Mick braucht etwas länger“

Wie jeder Weggefährte von Michael Schumacher stellt auch Brawn einen Vergleich zwischen Vater und Sohn auf. „Er ist anders als sein Vater, der immer sofort am Limit war. Mick braucht etwas länger, aber am Ende hat auch er die Titel in den Nachwuchsklassen gewonnen“, stellt Brawn fest. „Er ist sehr talentiert, hat hundertprozentig die Arbeitsethik von seinem Vater übernommen und ist extrem steigerungsfähig. Das ist entscheidend.“

Noch hat Mick sechs Rennwochenenden, an denen er seinem Rennstall und den potenziellen Interessenten zeigen kann, was in ihm steckt. In Silverstone sowie in Spielberg fuhr der gebürtige Schweizer erstmals Punkte ein, derzeit steht er mit zwölf Punkten auf Rang 15 der Fahrerwertung. Als Nächstes bietet sich beim Großen Preis von Singapur am kommenden Wochenende die Möglichkeit, nachzulegen. (ajr)

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