Brexit-Abkommen fertig: EU und Großbritannien einigen sich - aber eine Partei bestreitet Übereinkunft

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Mini-Hawaii im Olympiapark

- Eigentlich hatte der Mann ja gar keine Zeit. Musste wie ein Satellit um den glücklicherweise nicht allzu weitläufigen Zielraum hasten. Ein paar Worte hier, ein Schulterklopfer da, kurze, stramme Anweisungen ins piepende Handy dort. Dabei hatte dieser Alexander Fricke vergleichsweise schon wieder Entspannungszustand erreicht, jetzt, da sich der erste Münchner City Triathlon seinem Ende näherte. "Ja, jetzt komme ich langsam wieder runter", sagte der Vorsitzende des Münchner Road Runners Club (MRRC) und Chef-Organisator des Wettbewerbs.

<P>Aber Fricke hatte es ja so gewollt. Er war es, der vor kaum zwei Monaten spontan zugeschlagen hatte, als er von einem frei werdenden Termin im Olympiapark erfahren hatte. Weil er diesen einen Traum halt schon ein wenig länger vor sich hergetragen hatte. Lauf-Highlights hatte er mit seinem Klub ja schon einige organisiert. Der Münchner Sylvesterlauf gehört genauso zum Veranstaltungskalender wie ein Staffelwettbewerb im Oktober. Aber ein Triathlon? Den hatte der Verein, der immerhin<BR>460 Starter in 70 Triathleten unter seinem Dach vereinigt, noch nie. Was sich schlecht macht, wenn sogar der Chef mit Begeisterung dieser Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen nachgeht. </P><P>Volks- und Profirennen</P><P>Fricke selbst brachte es einst sogar zum Teilnehmer am Königswettbewerb in Hawaii. Und nun "hätte ich nichts dagegen, wenn wir einen Wettbewerb in der eigenen Stadt hier in diesem tollen Park etablieren könnten", sagt Fricke. Die Sportart präsentieren, ein bisschen sich selbst präsentieren. Der erste Versuch fiel ziemlich viel versprechend aus. Stolze 430 Athleten testeten ihre Kräfte bei einem Volkswettbewerb aus. Das Gros davon versuchte sich sogar zum ersten Mal bei diesem Dreikampf. Immerhin 30 Top-Sportler wollten sich über 750 Meter Schwimmen, 25 km Radfahren und 7,5 km Laufen um die 1500 Euro Preisgeld streiten, die Fricke und Kollegen für den Elite-Wettbewerb ausgesetzt hatten.<BR><BR>Sieger Al Sultan will zu Olympia nach Athen</P><P>Und es passte natürlich prima, dass es auch noch zwei Lokalmatadoren waren, die sich den Löwenanteil schnappten. Hatte es Triathlon-Floh Britta Martin (MRRC) im gerade einmal dreiköpfigen Frauen-Feld vergleichsweise leicht, so musste der Sieger des Männerwettbewerbs dabei Schwerstarbeit leisten. Erst in der zweiten Hälfte der 7,5 Kilometer langen Laufdistanz war Faris al Sultan, der in München gebürtige Sohn eines irakischen Auswanderers, am ehemaligen Kurzdistanz-Weltmeister Steffen Hartig vorbeigesprintet, der zwischenzeitlich bis auf eine Minute enteilt gewesen war. Was al Sultan weit schwerer fiel, als es aussah.<BR><BR>Immerhin hatte der Mann, der demnächst mit seinen 25 Jahren in Kanada bereits sein drittes Ticket nach Hawaii anstrebt, schon einen kraftraubenden Wettbewerb in den Knochen. Für seinen Bundesliga-Klub ASICS Team Witten war er am Samstag über einen schweren Parcours gehetzt. Das blieb hängen. "Oft mache ich so etwas nicht", sagte al Sultan. Doch für sein Heimrennen im Olympiapark, an dessen Organisation er beratend mitgewirkt hat, wollte sich der zweifache deutsche Meister, der im nächsten Jahr die Olympia-Teilnahme in Athen anstrebt, nicht lumpen lassen. Auch wenn es im Endspurt doch ein bisschen weh tat. Aber manchmal gibt es eben Dinge, die man einfach in Kauf nehmen muss.</P>

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