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MSC-Fahrer im Freudentaumel

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- Olching - Es waren die letzten Runden des Robert Barth vor großer Kulisse. Und auf den ersten Metern schien dieser Gedanke Mensch und Maschine wohl zu bremsen. Barth kam beim Finale der Speedway-Bundesliga in Olching als Letzter von der Startlinie weg. Doch dann legte der 39-jährige MSC-Fahrer alles an Routine und Kampfgeist in die Waagschale und wurde noch Zweiter. Das reichte.

Zusammen mit Martin Smolinski, der im vorletzten Rennen Zweiter geworden war, hatte er den Meistertitel für den MSC Olching eingefahren. Mehr als 2500 Fans bejubelten anschließend diesen fast historischen Sieg, den erneuten Titel nach 14 Jahren. Hinter Olching belegten der MSC Diedenbergen, der SC Neuenknick und der MSC Brokstedt die weiteren Plätze.

Im Olchinger Speedwaystadion folgte nach dem Rennen ein Freudenfest mit Sekt und Glückstränen. Und weder Barth, der schon 1992 bei der letzten Meisterschaft des MSC dabei war, noch Stadionsprecher Georg Smolinski, Vater von Speedwayprofi Martin Smolinski, schämten sich ihrer feuchten Augen. Nur wenige Minuten vorher hatte Vater Smolinski noch mehr Temperament bewiesen: "Das ist es, das ist Speedway, das ist der Titel", jubelte er ins Stadionmikrofon. Und er ließ noch einen Jubel-Jodler folgen, der von gleicher Qualität war wie zuvor die Teamleistung des MSC Olching.

Punktemäßig ragte keiner aus dem Olchinger Team heraus, auch wenn der Slowene Matej Ferjan drei Tagessiege einfuhr. Dass Joachim Kugelmann, der ebenfalls zu den Meistern von 1992 gehörte, und Nachwuchsfahrer Frank Facher etwas nachgelassen hatten, fiel da nicht weiter ins Gewicht. Vergessen war ebenso, dass Martin Smolinski ob eines neuen Motors zunächst seinem Kampfnamen "Magic" keine Ehre machte. Aber auch er sollte sein "Happy End" haben: Sechsmal hatte ihm in dieser Saison der Motor seines Renngerätes gewissermaßen die Gefolgschaft versagt. Rechtzeitig im letzten Rennen waren Mensch und Maschine dann wieder eine Einheit.

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