Südkorea feuert Warnschüsse gegen russisches Militärflugzeug

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Viele Fouls, derbe Fouls: Es spricht ja auch einiges gegen die Boomsportart Handball. 

Muss man Handball mögen?

Von der Handball-WM werden nur Hannings Pullis bleiben

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Die Redaktion ist der Meinung, es sollte inmitten der Deutschland flächendeckend erfassenden Handballbegeisterung mal eine andere Stimme zu vernehmen sein. Der Ausgewogenheit halber – und vielleicht gibt es ja Leute, die diesen Sport nicht sooo hoch schätzen. Also: Hole ich mir eben die Leserbriefhaue ab. Stürzen Sie sich auf mich! Überrollen Sie mich, wie es Patrick Wiencek täte. Deutschlands aktuell beliebtester Dicker.

Ich lasse mich vom Handball nicht so mitreißen, weil das Spiel zu oft unterbrochen ist. Die derzeitige Bewunderung, dass Handball von Kerlen gespielt wird, die hart im Nehmen sind, rührt schließlich daher, dass auch Kerle mitspielen, die hart im Geben sind. Mir sind die Fouls zu offensichtlich, zu heftig. Ich würde auch keine Heldengeschichte daraus machen, dass sehr viele Spieler sagen, sie könnten ihren Sport nur nach vorheriger Einnahme von Schmerzmitteln ausüben („Vier Voltaren“). Oder wie Uwe Gensheimer nur mit getapeten Sprunggelenken. Beim Joggen, verriet er im „Spiegel“, würde er umknicken. Ich freue mich zwar, dass Patrick Wiencek wie ein Fitnessstudio-Erstbesucher aussieht – halte andere Sportler aber für austrainierter.

Handball hält sich nicht mit Mittelfeldgeplänkel auf – hört man auch häufig seit eineinhalb Wochen. Stimmt auch. Jedoch hält sich Handball mit Spielstagnation am Kreis auf. Wurden unattraktiv wirkende Fußballspiele nicht immer so beschrieben: „Mannschaft A spielte unentschlossen um den Strafraum herum wie beim Handball um den Kreis“?

Es gibt zu leichte Tore – wegen der Mode, den Torwart bei jeder Gelegenheit rauszunehmen. Es fallen zu viele Tore, die nicht gewertet werden dürften – weil beim Sprungwurf der Fuß den Boden berührt, der Ball die Hand aber noch nicht verlassen hat. Wenn Handball einen akkuraten Videobeweis hätte – hui hui hui.

Was für den Handball spricht: Dass er für wenigstens zwei Wochen den Fußball ein wenig ärgert. Doch es wird nichts Nachhaltiges daraus entstehen. Es wird kein Profiteam in München gegründet werden, man wird als erstes vergessen, aus welchen Vereinen die Nationalspieler kommen und als zweites die Spieler selbst, die Handball-Bundesliga wird nicht boomen.

Erinnerungswert schafft nur Bob Hanning, der Vizepräsident. Mit seinen bunten Pullis aus dem Versace-Outlet.

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