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Nachsitzen im Unterhaus

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- München - Seit 35 Jahren ist für Alemannia Aachen die Bühne Bundesliga tabu, doch beim Nachsitzen im Unterhaus am Mittwoch kann der Traditionsclub zurück an die Tabellenspitze und damit dem großen Ziel Aufstieg ein gehöriges Stück näher kommen. Acht Punkte Vorsprung hat der Fußball-Zweitligist auf einen Nichtaufstiegsplatz, vor der Partie beim 1. FC Saarbrücken warnt Coach Dieter Hecking jedoch vor zu großer Vorfreude: "Wir haben noch nichts erreicht. In dieser Liga ist alles möglich." Neben den Aufstiegsträumen der Rheinländer steht bei den fünf Zweitliga-Partien der Kampf ums Überleben im Mittelpunkt.

Vier Siege haben die Alemannen in den letzten fünf Partien geholt, zuletzt spielte sogar die Konkurrenz mit: Von den Aufstiegsanwärtern fuhr nur Aachen beim 4:2 bei Kickers Offenbach drei Punkte ein. Der Karlsruher SC, Energie Cottbus und Greuther Fürth mussten Niederlagen einstecken, Noch-Spitzenreiter VfL Bochum und der SC Freiburg nahmen sich beim 0:0 gegenseitig die Punkte weg. Große Hoffnungen beim Auftritt in Saarbrücken, das erstmals in dieser Saison die Abstiegsränge verlassen hat, setzt Hecking auf Stürmer Marius Ebbers, der in Offenbach den ersten Viererpack der Saison herausschoss.

Im Liga-Keller kommt es am Mittwoch gleich zu zwei brisanten Duellen. Nach dem großen Kampf gegen Aachen empfängt Offenbach Dynamo Dresden. "Vom Kopf her muss es stimmen, für Depressionen ist keine Zeit", spornt Kickers-Trainer Wolfgang Frank sein Team vor dem Abstiegskrimi an. Für Schlusslicht Sportfreunde Siegen geht es gegen den Vorletzten LR Ahlen wohl schon um die letzte Chance im Kampf gegen den Abstieg. Doch nach dem jüngsten Heimsieg gegen Unterhaching schöpft Gäste-Trainer Paul Linz Mut. "Wir waren schon mehrfach tot gesagt. Aber wir haben nun den Weg geebnet, es wieder aus eigener Kraft zu schaffen."

Durchatmen konnte zuletzt Eintracht Braunschweig, das sich durch den ersten Sieg nach fünf Spielen Luft im Abstiegskampf verschaffte. Doch Gegner Hansa Rostock scheint nach dem 2:0 gegen den Karlsruher SC im Aufwind und könnte bei einem weiteren Dreier sogar noch in den Aufstiegskampf eingreifen.

Beim Unterhaus-Nachsitzen steht auch die Wiederholung der Partie Wacker Burghausen gegen 1860 München an: Im November hatten die "Löwen" im Derby 2:0 gesiegt, doch wegen des Dopingfalls des Münchners Nemanja Vucicevic wurde die Partie annulliert. Nach zwei Siegen hintereinander soll es bei 1860 weiter nach vorne gehen. "Nun dürfen wir nicht locker lassen", sagt Manager Stefan Reuter. Auch für den neuen Präsidenten Alfred Lehner ist das Abstiegsgespenst nicht vertrieben: "Der Abstieg ist noch nicht passé."

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