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Rafael Nadal jubelt nach seinem Sieg im Spiel gegen Grigor Dimitrow aus Bulgarien. 
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Rafael Nadal jubelt nach seinem Sieg im Spiel gegen Grigor Dimitrow aus Bulgarien. 

Sieg über Dimitrow

Australian-Open: Es kommt zum Traumfinale Nadal gegen Federer

Melbourne - Es war ein hartes Stück Arbeit für Rafael Nadal, bis der Spanier Roger Federer ins Finale der alten Meister bei den Australian Open gefolgt war. Federer bestritt, dass er sich gegen den Verlierer Grigor Dimitrow bessere Chancen ausgerechnet hätte.

Nach fast fünf Stunden Tennis-Schwerstarbeit streckte Rafael Nadal erleichtert die Arme in den Nachthimmel, schloss die Augen und ballte die Fäuste. Die ehemalige Nummer eins hat das Wunschfinale gegen Roger Federer bei den Australian Open perfekt gemacht.

Die mittlerweile gealterten Rivalen werden sich am Sonntag (9.30 Uhr MEZ) noch einmal in einem großen Endspiel gegenüberstehen, nachdem Nadal den Bulgaren Grigor Dimitrow im zweiten Halbfinale 3:6, 5:7, 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:4 schlug. Als er jubelte, war es in Melbourne schon fast ein Uhr morgens.

"Diese beiden Wochen waren unvergesslich. Ich habe nie davon geträumt, noch einmal im Finale von Australien zu sein, das hätte ich im vorigen Jahr nicht erwartet. Hier bin ich, und ich bin glücklich. Ich hoffe, dass ich mich gut erhole", sagte der von Handgelenkproblemen genesene Nadal.

Für den 30 Jahre alten Spanier, der Federer 2009 an gleicher Stelle die Trophäe wegschnappte, geht es um den 15. Grand-Slam-Titel und den zweiten in Australien. Der 35-jährige Federer würde seine Rekordausbeute bei Grand Slams mit dem fünften Triumph in Melbourne auf 18 Titel ausbauen. "Für mich ist das ein Privileg. Für uns beide ist das etwas ganz Besonderes, in einem Major-Finale zu sein", betonte der stürmisch bejubelte Sieger.

Federer über Nadal: "Ein unglaublicher Spieler"

Federer hatte nach seinem Endspiel-Einzug bestritten, dass er sich gegen Dimitrow bessere Chancen ausrechnen würde. Und sich als größten Fan von Nadal bezeichnet: "Ich denke, er ist ein unglaublicher Spieler. Er hat Schläge, die sonst niemand hat. Außerdem hat er den Kampfgeist. Er ist so wichtig für das Spiel."

Der von seiner halbjährigen Verletzungspause wegen Knieproblemen sensationell zurückgekehrte Baseler hatte nach dem Match gegen Wawrinka daran erinnert, wie er den damals ebenfalls verletzten Nadal bei der Einweihung von dessen Tennis-Akademie im vorigen Sommer auf Mallorca traf - und beide nicht Tennis spielen konnten: "Ich auf einem Bein, er mit seinem Handgelenk." Damals habe er den Rivalen darauf angesprochen, wie schön es wäre, noch einmal gegeneinander zu spielen. Nun ist es so weit. Federer nannte das "irreal". Auch Nadal berichtete nach seinem Sieg lachend davon, dass sie mit Junioren damals nur ein paar Bälle schlagen konnten.

Einen Tag nach Federers etwas glücklichem Fünf-Satz-Sieg im Schweizer Duell mit Stan Wawrinka legte Nadal gleich richtig los. Der einstige Weltranglisten-Erste schien wildentschlossen, die Final-Chance zu nutzen. Doch Dimitrow zeigte, warum er mit einer Bilanz von zehn Siegen aus den ersten zehn Matches des Jahres in sein zweites Grand-Slam-Halbfinale gekommen war. Der 25-Jährige schaffte es immer wieder, Nadal an der Grundlinie hin- und her zu jagen und glich aus, auch im vierten Satz. Längst war es ein typisches Nadal-Match mit hart umkämpften, langen Ballwechseln - und reichlich Spannung.

Im fünften Satz mit Emotionen und Chancen auf beiden Seiten schaffte Nadal schließlich das Break zum 5:4 und erreichte kurz darauf sein erstes Grand-Slam-Finale seit dem neuntem French-Open-Erfolg 2014. Nadal und Federer trafen zuletzt 2011 in Paris in einem der vier großen Turniere aufeinander, dort siegte der Mann aus Mallorca. Insgesamt liegt er bei Grand-Slam-Finals mit 6:2 klar vorn.

dpa

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