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Naomi Osaka: Privates, Karriere, Erfolge - Das wissen wir über das japanische Tennis-Ass

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Naomi Osaka ist eine der besten Tennisspielerinnen weltweit.
Naomi Osaka ist eine der besten Tennisspielerinnen weltweit. © IMAGO/Oscar J. Barroso

Japans Aushängeschild hat viele Ecken und Kanten, die man bei einem Tennisprofi nicht erwarten würde. Wissenswertes über Naomi Ōsakas Karriere und ihr Privatleben.

München – Die am 16. Oktober 1997 in Osaka geborene Naomi Ōsaka ist in Japan das, was Rafael Nadal in Spanien, Roger Federer in der Schweiz oder Novak Djokovic in Serbien ist: Ein absoluter Superstar. Im Alter von 20 Jahren hatte sie als erste Japanerin mit den US Open ihren ersten Grand Slam Titel gewonnen und ist außerdem die erste Asiatin, die auf Weltranglistenplatz 1 (28.1.2019; Anm.) im Tennis stand. 

Aber nicht nur deshalb kommen ihr von vielen Seiten Sympathien entgegen: Auf Social Media setzt sie sich regelmäßig gegen Rassismus, Polizeigewalt und Diskriminierung ein und begründete 2021 ihren Rückzug von den French Open damit, dass sie seit ihrem Gewinn der US Open 2018 unter regelmäßigen Phasen von Depression leide. Wie labil Profisportlerinnen mitunter sein können, war auch 2022 während des Turniers in Indian Wells zu sehen: Als sie von einer Zuschauerin angepöbelt wurde („Naomi, du nervst“) hatte sie zuerst die Fassung und dann ihr Zweitrundenmatch verloren.

Naomi Ōsaka – ihr Privatleben

Ihr Privatleben ist alles andere als langweilig: Seit mehreren Jahren ist Naomi Ōsaka mit dem grammy-nominierten Rapper Cordae Amari Dunsto, auch bekannt als YBN Cordae, zusammen. Der Rapper ist regelmäßig während ihrer Matches auf der Tribüne zu sehen und auch Ōsaka ist mit Cordae immer wieder auf Tour. Für die Medien sind die beiden ein gefundenes Fressen: So zierten sie etwa 2021 kuschelnd das Cover der „GQ“ - das amerikanische Magazin nannte sie „das coolste junge Pärchen auf dem Planeten.“

Naomi Ōsaka – ihre Familie

Ihre Mutter Tamaki Ōsaka ist Japanerin, ihr Vater Leonard „San“ François stammt aus Haiti. Neben der japanischen hatte Naomi Ōsaka anfangs auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Denn mit drei Jahren zog sie mit ihrer Familie in die USA. Der Grund für die Auswanderung: Der Großvater mütterlicherseits hatte ihre Mutter verstoßen, weil sie einen schwarzen Mann geheiratet hatte. 2019 hatte Naomi Ōsaka anlässlich ihres 22. Geburtstags die amerikanische Staatsbürgerschaft endgültig abgelegt.

In Amerika besuchte Naomi Ōsaka besuchte die „Alden Terrace“ Grundschule in Elmont und anschließend die Oberschule „Broward Virtual School (BVS)“ in Coconut Creek in Florida, wohin sie mit ihrer Familie aufgrund der besseren Trainingsmöglichkeiten gezogen war. Ihre Tennisschulen waren die „Florida Tennis SBT Academy“ (ehemals „Harold Solomon Institute“) und die „ProWorld Tennis Academy“ in Florida.

Naomi Ōsaka – ihre Karriere

2016 qualifizierte sich Naomi Ōsaka mit den Australian Open erstmals für ein Grand Slam-Turnier. Drei Jahre später gelang ihr gegen Altmeisterin und ihrem Vorbild Serena Williams der Sieg bei den US Open. Mit diesem Sieg im Alter von 20 Jahren war sie die erste Japanerin überhaupt, die einen Grand Slam Titel bei den US Open erringen konnte. Ein Jahr später konnte sie diesen Titel erfolgreich verteidigen. Es folgten zwei zusätzliche Grand Slam-Titel bei den Australian Open, 2019 bzw. zuletzt im Jahr 2021.

Die Erwartungen im Jahr 2021 für ihre „Heim“-Olympiade waren dementsprechend hoch: Doch nach zwei Monaten Tennispause in Folge eines frühzeitigen Ausstiegs bei den French Open aufgrund mentaler Probleme schied Naomi Ōsaka nach nur zwei Matches bereits im Achtelfinale aus. Psychische Probleme waren auch dafür verantwortlich, dass die ehemalige Weltranglisten-Erste erst im April 2022 in Miami erstmals seit Februar 2021 (Australian Open) wieder in ein Finale einziehen konnte.

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