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Neue Chance für Bayern-Schreck

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- Berlin/Rostock - Tore, Tempo, Spaßfußball: Trotz der Schonung einiger WM-Stars für den Kampf um Punkte in der Slowakei will die deutsche Nationalmannschaft ihren Fans im letzten Heimspiel des Jahres noch einmal eine tolle Gala bieten. Mit dem Wolfsburger Mike Hanke als Sturmpartner von Lukas Podolski und dem erstmals für die Startelf nominierten Flügelflitzer David Odonkor plant Trainer Joachim Löw am heutigen Samstag gegen Georgien die Fortsetzung seiner makellosen Bilanz von bislang drei Siegen und 17:0 Treffern.

Bevor der 21-köpfige deutsche Kader am Freitagnachmittag mit dem Flugzeug von Berlin in den nur 220 Kilometer entfernten Spielort flog, durfte Löws Assistent Hans-Dieter Flick bereits einiges über die Aufstellung bei dem Testspiel im mit 28 000 Zuschauern ausverkauften Ostsee-Stadion verraten. So wird Hanke gegen den Weltranglisten-93. den Platz von WM-Torschützenkönig Miroslav Klose einnehmen - pikanterweise an der Seite von Podolski, gegen dessen Klub FC Bayern er letzte Woche das entscheidende Tor zur 0:1-Pleite des Meisters erzielt hatte. "Mike hat sich im Training sehr gut in Szene gesetzt", erklärte Flick die Chance für Wolfsburgs Bayern-Schreck.

Hanke will seinen erst zweiten Einsatz in der Startformation unbedingt erfolgreicher nutzen, als bei seinem Platzverweis vor einem Jahr beim Confed-Cup gegen Mexiko. "Ich denke, dass es dieses Mal keine Rote Karte für mich geben wird", sagte der 22-Jährige, der totales Engagement ankündigte: "Ich werde kämpfen und versuchen, ein Tor zu machen." Es wäre sein zweites im achten Länderspiel und eine dringend benötigte Empfehlung, um auch in Zukunft weiter dazu zu gehören. Löw informierte Hanke bereits am Freitagmorgen über seinen Einsatz. "Lukas und Miro sind im Sturm erste Wahl. Mein Ziel ist, konkurrenzfähig zu bleiben", so Hanke.

Auch im Mittelfeld wird Löw mindestens eine Umstellung vornehmen. WM-Joker Odonkor wird an Stelle von Bernd Schneider auf dem rechten Flügel beginnen. Führen soll die junge Mannschaft, in der auch Jan Schlaudraff (Aachen), Piotr Trochowski (Hamburg), Clemens Fritz (Bremen) und Alexander Madlung (Wolfsburg) je nach Spielverlauf auf ihr Debüt hoffen dürfen, Kapitän Michael Ballack. "Er ist unser Leader, der den jungen Akteuren Rückendeckung geben soll", erklärte Flick.

Ein besonderes Augenmerk wird Löw gegen die von Klaus Toppmöller betreuten Georgier um Schalke-Profi Lewan Kobiaschwili aber auch auf die Abwehr legen. Nach dem Ausfall des Gladbachers Marcell Jansen (Meniskus-OP) muss die Viererkette vor Torhüter Timo Hildebrand erneut umgebaut werden. "Wir werden einiges testen", bestätigte Flick. Wie bei den ersten zwei EM-Qualifikationsspielen gegen Irland (1:0) und San Marino (13:0) bilden Arne Friedrich und Manuel Friedrich erneut die Innenverteidigung. Offen ließen die DFB-Trainer, welche Außen-Position Philipp Lahm besetzt. Das dürfte davon abhängen, ob sich Löw beim vierten Abwehrspieler für den schon einmal eingesetzten Berliner Malik Fathi (links) oder den Debütanten Fritz (rechts) entscheidet.

Für den von Flick zum Abwehrchef ernannten Arne Friedrich ist die personelle Besetzung nicht entscheidend. Wichtiger sei, dass man inzwischen eine "Super-Grundordnung und eine gute Organisation" habe. Rostock sei ein guter Test. "Gegen Georgien können wir noch ein wenig testen für das wichtigere Spiel gegen die Slowakei am Mittwoch."

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