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Neue Schanze für das Neujahrs-Springen

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- Garmisch-Partenkirchen - Garmisch-Partenkirchen will zur Vierschanzen-Tournee im Winter 2007/08 eine neue Skisprungschanze einweihen. "Das wird das Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen", schwärmt Toni Guggemos, Chef des Skiclubs Partenkirchen über die Schanze, die im kommenden Jahr gebaut werden und rechtzeitig zum traditionellen Neujahrs-Springen am 1. Januar 2008 fertig sein soll. Acht bis zehn Millionen Euro kostet das Bauwerk, das die Gemeinde, der Skiclub, der Freistaat Bayern und der Bund finanzieren.

Das Siegermodell des Europa weit ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs kommt ohne Sprungturm aus und "entwickelt sich aus Tribüne und Anlaufschanze wie eine Skulptur", erklärte Architekt Christoph Mayr vom Münchner Büro Loenhardt & Mayr bei der Präsentation der Wettbewerbsergebnisse. 50 Meter weit ragt die Schanze am Olympia-Skistadion mit elegantem Schwung schräg nach oben. Im Schanzenvorbau sind alle wichtigen Funktionsräume untergebracht. Vom Basisgeschoss aus führt ein Schrägaufzug nach oben bis zum Schanzenkopf, an dessen sprungabgewandter Seite ein Aufenthaltsraum für Sportler und Betreuer angeordnet ist.

"Die Abwicklung ist eine Herausforderung", erklärt Bürgermeister Thomas Schmid. Am 1. Januar 2007 starten die weltbesten Skiflieger ein letztes Mal von der alten Schanze. Sobald das Wetter passt, soll sie abgerissen werden. Der Neubau muss spätestens am letzten Tag des kommenden Jahres fertig sein, denn dann findet das Qualifikationsspringen statt, am 1. Januar 2008 das Neujahrs-Springen, das Garmisch-Partenkirchen weltweite mediale Aufmerksamkeit sichert.

"Das wird das Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen."

Skiclub-Chef Toni Guggemos

Der Neubau wurde fällig, weil die alte Schanze den Anforderungen des Internationalen Skiverbandes FIS nicht mehr genügte. Sie war zu den Olympischen Winterspielen 1936 gebaut und seitdem mehrfach verändert worden. "Der Schanzen-TÜV wurde nicht mehr verlängert", so der Bürgermeister. Die Gemeinde stand vor der Wahl: renovieren oder neu bauen. Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für einen Neubau und lobte einen Wettbewerb aus, an den sich 13 Teams beteiligten.

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