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Neuer Trainer, neues Buch

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- Momentan sind fünf Vereine sowohl mit den Männern als auch mit den Frauen in der eingleisigen Hockey-Bundesliga vertreten. Dazu zählt auch der Münchner SC. Und wieder stellt sich natürlich die Frage: Ist das angebliche "schwache Geschlecht" in der Endabrechnung vor dem Männern? In der Vorsaison mussten Nationalspieler Philipp Zeller und Co. bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern, die weiblichen Kolleginnen verpassten dagegen nur knapp die Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft.

Aktuell stehen die MSC-Männer nach drei Niederlagen in Serie schon wieder mit dem Rücken zur Wand. Mit Verspätung, die Bundesliga der Frauen startet wegen internationaler Termine erst am Wochenende, wird sich zeigen, wie die MSC-Frauen in Form sind. Das Team um die Goldmedaillen-Gewinnerin Caroline Casaretto muss am Samstag in Hamburg bei Harvestehude antreten, und dann am Sonntag bei Eintracht Braunschweig.

Wenig verändert hat sich im Kader: Wertvolle Verstärkungen sind sicher Nina Hasselmann (HTC Nürnberg) und Isabell Richter (Rot-Weiß Köln), von den Stammspielerinnen ist nur Tanja Freise (TSV Mannheim) abgewandert. Nach längerer Pause, bedingt durch eine Bandscheibenoperation, steht Stammtorhüterin Jutta Nubbemeier wieder zur Verfügung. Die gravierendste Änderung gibt es auf der Trainerposition: So hört Hermann Ellenbeck Ende Oktober auf und Ralf Gemmrig wird das Team im weiteren Saisonverlauf betreuen.

Doch hinter dieser Personalie steckt weder Verbitterung, Verärgerung oder gar eine Opposition bei den Mädchen. Hermann Ellenbeck, der auch noch als Trainer im Hockey-Verband tätig ist, kann die vielen Terminüberschneidungen nicht mehr koordinieren. "Jetzt wünsche ich mir von den Mädchen natürlich noch möglichst viele Siege in den nächsten sechs Punktspielen, bis ich dann leider aufhören muss", betonte der Sportlehrer. Nachfolger Gemmrig kommt aus dem "MSC-Familienbetrieb" und hat auch schon einmal die Männer in der Bundesliga trainiert. Zuletzt war der Architekt beim HC Wacker als Coach des Frauenteams aktiv.

Die Vorbereitung der MSC-Bundesliga-Damen verlief eher problematisch, denn die Nationalspielerinnen Alex Kollmar, Katharina Scholz und Nina Hasselmann konnten wegen internationaler Verpflichtungen nicht alle Termine im Verein wahrnehmen. Caroline Casaretto war zuletzt mit den erfolgreichen Olympioniken unterwegs. "Das war bei uns aber oft so, wir konnten in den Testspielen nicht glänzen, weil wir nicht vollzählig waren, dafür lief es dann in den Punktspielen umso besser", sagt Anne Faßbender, mit 28 Jahren die "Seniorin" im Team.

Die Stürmerin hat übrigens jetzt versucht, die komplizierten Regeln des Hockeysportes auch für Laien verständlicher zu machen. Die gelernte Journalistin hat ein Buch auf den Markt gebracht mit dem Titel: "Hockey verständlich gemacht". Anne Faßbender sieht ihr Engagement auch als PR-Maßnahme für den deutschen Hockeysport, der international weiterhin sehr erfolgreich ist, aber national immer noch zu wenig Zuschauer an die Kunstrasenplätze der Republik lockt.

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