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Felix Neureuther fährt beim Slalom-Weltcup in Schladming im ersten Durchgang. Foto: Erwin Scheriau/APA

Weltcup Slalom in Schladming

Neureuther holt Platz acht bei WM-Generalprobe im Slalom

Felix Neureuther liebt den Flutlicht-Slalom in Schladming - allein schon deswegen sind die emotionalen Gesten nach der Generalprobe für den WM-Slalom nachvollziehbar. Aber womöglich steckt auch mehr hinter dem Abschied im Zielraum.

Schladming (dpa) - Die Zuschauer in Schladming feierten Felix Neureuther auch ohne Bestzeit wie für einen Sieg und der beste deutsche Skirennfahrer winkte zum Abschied ergriffen in die Massen.

Womöglich war Rang acht beim Flutlicht-Rennen vor 45.000 Zuschauern am Dienstagabend tatsächlich die letzte Fahrt vor einer solchen Kulisse in Österreich für den 34-Jährigen - falls er tatsächlich nach dem WM-Slalom am 17. Februar aufhört, wie eine Boulevard-Zeitung zuvor behauptete. "Es wird sich zeigen. Ich werde bald eine Entscheidung bekannt geben", sagte Neureuther dem ORF. "Aber es war heute zum Genießen, es war sensationell hier."

Alpinchef Wolfgang Maier wusste jedenfalls nichts von einem Goodbye seines seit Jahren besten Fahrers. "Ich kann noch nichts von einem Abschied sagen. Was die Kronen Zeitung sagt, da können wir nichts dafür", sagte Maier nach der WM-Generalprobe im Slalom.

19 Tage vor der WM-Entscheidung war Neureuther erneut anzumerken, wie viel Kraft und Energie ihn die letzten Monate gekostet haben und wie groß der Rückstand auf die Form von vor dem Kreuzbandriss noch ist. "Ich bin seit längerem körperlich schwer am kämpfen. Das macht sich bei so schwierigen Verhältnissen bemerkbar", sagte er. "Mit dem ersten Durchgang kann ich nicht zufrieden sein, der zweite war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung", sagte er dem BR.

Neureuther machte sich eine bessere Platzierung mit einem schwachen ersten Durchgang zunichte, bei dem er wie zuletzt öfter keine gute Materialabstimmung erwischte. "Ich war im Endeffekt chancenlos", sagte er, "ich habe einfach überhaupt keinen Grip aufgebaut." Seit dem Comeback nach einer langen Verletzungspause sucht er nach dem richtigen Setup und meinte eigentlich, es in Kitzbühel gefunden zu haben. Dominik Stehle belegte nach seinem Aus dort in Schladming nun Rang 22, darf aber wohl mit einer Fahrt zur WM planen.

Hirscher feierte seinen dritten Sieg beim spektakulären Nacht-Event und seinen 68. im Weltcup insgesamt. Zuletzt hatte sich der siebenmalige Gesamtchampion zweimal Clement Noel geschlagen geben müssen. Der junge Franzose verpasste den Hattrick nach Wengen und Kitzbühel, weil er im ersten Durchgang einfädelte. Auf Alexis Pinturault aus Frankreich auf Rang zwei hatte Hirscher bereits 1,21 Sekunden Vorsprung. Dritter wurde Daniel Yule aus der Schweiz.

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