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Brian Roberts (l.) & Co. sind auf Double-Kurs

Noch ein Sieg: "Dampfwalze" Bamberg vor Double

Bamberg - Die Gala-Vorstellung der Bamberger glich einem Meisterstück, nun will der Pokalsieger endlich das langersehnte Double unter Dach und Fach bringen.

“Wenn wir diese Leistung wiederholen, werden wir 100-prozentig gewinnen“, sagte Bambergs Predrag Suput nach dem deklassierenden 97:52 im dritten Playoff- Finalspiel gegen die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt voller Vorfreude auf die möglicherweise schon entscheidende Partie an diesem Dienstag. Auch dem Gegner blieb nur Staunen: “Sie sind wie eine Dampfwalze über uns hinweg gerollt“, erkannte Frankfurts Coach Gordon Herbert.

Nach Anfangsschwierigkeiten scheint Titelfavorit Brose Baskets auf dem Weg zur dritten Meisterschaft nicht mehr zu stoppen zu sein, doch Bambergs Coach Chris Fleming hielt den Ball flach: “Das war nicht mehr als ein Sieg. Wir müssen das abhaken und nach vorne schauen.“ Eine Woche nach der überraschenden 63:65-Heimpleite beim Auftakt der Finalserie brannten die Oberfranken am Sonntag ein regelrechtes Feuerwerk ab und nahmen den chancenlosen Gegner auseinander. Von Spielbeginn an präsentierte sich die Mannschaft Flemings in Meisterform, schon zur Halbzeit war das Duell bei einem 19-Punkte- Vorsprung der defensiv wie offensiv klar überlegenen Bamberger schon so gut wie entschieden.

Ausgeglichen waren die ersten beiden Partien der Finalserie, am Sonntag wurde dann aber klar, warum Bundestrainer Dirk Bauermann vor den Playoff-Endspielen klar auf Bamberg gesetzt hatte. “Wir haben mit unserer Verteidigung ein Ausrufezeichen gesetzt und von der ersten bis zur letzten Minute keinen einfachen Wurf zugelassen“, sagte Bambergs Kapitän Casey Jacobsen. Hinten dicht, vorne ungeheuer treffsicher: “Unglaublich, traumhaft. Das war eine klasse Teamleistung“, schwärmte Nationalspieler Tibor Pleiß.

Doch vor dem endgültigen Meisterstück ist bei Bamberg noch einmal Konzentration angesagt. “Wir haben uns diesen Sieg verdient, aber die Meisterschaft ist noch nicht gewonnen. Wir haben zwar mit 45 Punkten Unterschied gewonnen, aber am Dienstag in Frankfurt geht es wieder bei 0:0 los“, erklärte Jacobsen. “Frankfurt liegt noch nicht am Boden und wird alles geben“, mahnte auch Center Elton Brown.

Für die Hessen wird das letzte Heimspiel der Saison nun zum Charaktertest. “Wir werden jetzt am Dienstag sehen, welches Team wir sind“, sagte Coach Herbert. Und auch Sportdirektor Kamil Novak hofft nach der bitteren Klatsche fast schon trotzig auf Wiedergutmachung: “Ob man ein Spiel mit einem Punkt oder mit 50 verliert, spielt keine große Rolle. Wir müssen jetzt unseren Charakter zeigen und ganz anders auftreten, dann könnte alles noch einmal von vorne losgehen.“

dpa

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