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Djokovic-Wende: Jetzt ist alles wieder offen

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Von: Patrick Huljina, Tom Offinger

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Tennis-Profi Djokovic bei den Australian Open.
Australien hat das Visum für Tennis-Superstar Novak Djokovic annulliert. © James Ross/dpa

Der Tennis-Krimi um Novak Djokovic geht in die nächste Runde. Der Einwanderungsminister hat das Visum für ungültig erklärt. Alle Infos in unserem News-Ticker.

Update vom 14. Januar, 13.45 Uhr: Sollte Novak Djokovic mit seinem angekündigten Einspruch gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien am Sonntag Erfolg haben, bliebe ihm kaum Zeit zum Durchschnaufen. Schon am Montag müsste der Weltranglistenerste sein Erstrundenspiel beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres gegen seinen Landsmann Miomir Kecmanovic bestreiten. Wie der Veranstalter am Freitag ankündigte, werde die erste Hälfte der Setzliste bei den Männern und Frauen ihre Spiele am Montag bestreitet. Titelverteidiger Djokovic ist an Nummer eins gesetzt.

Entscheidung über Fall Djokovic wohl am Sonntag

Update vom 14. Januar, 12.13 Uhr: Tennisstar Novak Djokovic wird wie erwartet Einspruch gegen das von den australischen Behörden erneut entzogene Visum einlegen, um eine Ausweisung zu verhindern. Das bestätigte dessen Anwalt Nick Wood in einer kurzfristig angesetzten Online-Anhörung in Melbourne am späten Mittwochabend (Ortszeit).

Am Samstagmorgen (8.00 Uhr Ortszeit/Freitag, 22.00 Uhr MEZ) soll Djokovic zu einer Befragung vor den Einwanderungsbehörden erscheinen. Bis dahin will die Regierung von einer erneuten Festsetzung des Serben absehen. Eine gerichtliche Entscheidung in dem Fall soll am Sonntag fallen.

Australian Open: Anwalt von Djokovic will Einspruch einlegen

Update vom 14. Januar, 11.45 Uhr: Tennis-Star Novak Djokovic will gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien Einspruch einlegen. Das kündigte sein Anwalt Nicholas Wood bei einer Anhörung vor Gericht in Melbourne an. Noch im Laufe des Abends wolle die Djokovic-Seite den Antrag einreichen, um keine Zeit zu verlieren. „Jede Minute, bevor das Turnier am Montag beginnt, ist kostbar“, sagte Wood bei der Anhörung vor Richter Anthony Kelly.

Update vom 14. Januar, 11.05 Uhr: Gibt es eine erneute Wende im Fall Novak Djokovic? Dem Tennis-Star ist von den australischen Behörden zwar erneut das Visum entzogen worden, wie Einwanderungsminister Alex Hawke am Freitag bekannt gab. Doch für 20.45 Uhr Ortszeit (10.45 Uhr MEZ) wurde kurzfristig eine Anhörung vor Gericht in Melbourne angesetzt. Dies gab der Federal Circuit and Family Court of Australia per Twitter bekannt.

Update vom 14. Januar, 9.32 Uhr: Novak Djokovic wehrt sich gegen die Entscheidung der australischen Regierung, sein Visum zu annullieren. Seine Anwälte arbeiten bereits an einer einstweiligen Verfügung, wie die Tageszeitung The Age berichtet. Aus diesem Grund ist es aktuell wohl unwahrscheinlich, dass der Tennis-Star sofort das Land verlassen muss, und im schlimmsten Fall mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt wird. Selbst eine Teilnahme am Turnier ist aktuell noch möglich - es kommt darauf an, wie schnell der Fall verhandelt wird. In einem möglichen Eilverfahren bis Sonntag könnte das Urteil bestätigt werden. Sollte später verhandelt werden, ist auch denkbar, dass die Turnier-Veranstalter Djokovic ausschließen, um Termin-Chaos zu vermeiden.

Der Serbe müsse nach der Annullierung des Visums durch Einwanderungsminister Alex Hawke „sofort wieder inhaftiert werden“, erklärte frühere stellvertretende Sekretär der Einwanderungsbehörde, Abul Rizvi The Age. Rizvi weiter: „Er kann aber mit einem Überbrückungsvisum wieder aus der Haft entlassen werden. Rechtlich gesehen muss er zum Zeitpunkt der Stornierung des Visums aber erstmal in Untersuchungshaft genommen werden.“

Update vom 14. Januar, 8.05 Uhr: Nun also doch. Die australische Regierung hat erneut das Einreise-Visum für den serbischen Tennis-Star Novak Djokovic annulliert. Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke hat das Visum des serbischen Tennisprofis in einer persönlichen Entscheidung für ungültig erklärt. Dies sei gut begründet und „im öffentlichen Interesse“, teilte der Minister am Freitag mit. 

Bereits bei der Ankunft in der vergangenen Woche hatten die Behörden Djokovic die Einreise verweigert und die vorgelegten Dokumente für seine medizinische Ausnahmegenehmigung als unzureichend eingestuft. Weil ihm dabei aber nicht genug Zeit zum Reagieren zugestanden wurde, kippte ein Richter das Einreiseverbot im Laufe einer Gerichtsverhandlung am Montag. Djokovic trainierte seither ganz normal und bereitete sich auf die Australian Open vor. 

Der Weltranglistenerste kann die Entscheidung vor Gericht anfechten und weitere Rechtsmittel einlegen. Eine Teilnahme des von Djokovic an den bereits am Montag beginnenden Australian Open ist damit zwar noch nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich geworden.

Djokovic-Krimi: Angelique Kerber äußert sich

Update vom 14. Januar, 7.38 Uhr: Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber hat sich vorsichtig zum Einreise-Drama um Novak Djokovic geäußert. „Regeln sind Regeln, die für alle gelten, egal ob man Nummer eins ist oder Qualifikant“, sagte die 33 Jahre alte Kielerin am Freitag in Melbourne. Sie äußerte Verständnis für Australier, die sich eine Abreise von Djokovic wünschen: „Ich verstehe die Menschen hier definitiv. Sie haben wirklich über die letzten zwei Jahre eine toughe Zeit hinter sich.“

Die Australian Open starten am Montag. Noch immer ist unklar, ob Einwanderungsminister Alex Hawke von seinem Recht Gebrauch macht, das Visum von Djokovic ungültig zu machen. „Ich bin selber gespannt, was am Ende daraus wird“, sagte Kerber. „Wer verfolgt das nicht? Ich glaube, die ganze Welt verfolgt das momentan. Ich hoffe auch, dass es bald wieder schöne und positive Nachrichten über den Sport gibt“, so die 33-Jährige.

Novak Djokovic zeigte sich beim Training vor den Australian Open gut gelaunt.
Novak Djokovic zeigte sich beim Training vor den Australian Open gut gelaunt. © Paul Zimmer/IMAGO

Novak Djokovic: Status vor Australian Open weiter ungeklärt

Erstmeldung: Melbourne/München - Noch nie gab es im Vorfeld der Australian Open so weitreichende Diskussionen wie in diesem Jahr. Der Weltranglistenerste Novak Djokovic steht wegen seiner Einreise und seines ungeklärten Impfstatus weiter heftig in der Kritik, während die australische Regierung scheinbar alles Mögliche versucht, um die Teilnahme des Serben noch irgendwie zu verhindern.

Nachdem am gestrigen Donnerstag (13. Januar) die Auslosung mit Djokovic auf der Setzliste durchgeführt wurde, scheint der 34-Jährige einer Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres immer näher zu kommen. Allerdings ist sein aktueller Status noch nicht offiziell geklärt, mehreren Medienberichten zufolge könne das Visum des Serben immer noch für ungültig erklärt werden.

Djokovic-Krimi: Australiens Regierung fürchtet „gefährlichen Präzedenzfall“

Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke traf bislang keine endgültige Entscheidung, allerdings befürchtet die Regierung, man würde einen „gefährlichen Präzedenzfall“ kreieren, falls Djokovic im Land bleiben dürfe. Zur Wahrung nationaler Interesse sei man daher offenbar bereit und darauf vorbereitet, den Tennis-Star abzuschieben, hieß es in einem Bericht der Herald Sun am Mittwochabend (12. Januar).

Die Nachrichten scheinen auch Djokovic langsam aus der Ruhe zu bringen. Der Serbe brach gestern eine zweistündige Trainingssession vorzeitig ab, vermutlich weil ihm die aktuellsten Entwicklungen mitgeteilt wurden. Seine Anwälte bereiten derweil einen möglichen Einspruch gegen die Entscheidung Hawkes vor.

Derweil gibt es im Vorfeld der Australian Open einen weiteren Corona-Skandal.

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