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„Gibt nicht viel, das ich tun kann“: Djokovic lehnt Impfung weiter ab und verpasst US Open

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Von: Marius Epp

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Tennis-Star Novak Djokovic verpasst nach den Australian Open wohl auch die US Open. Für den Serben ist eine Impfung weiterhin keine Option.

London - Es ist wahrlich nicht sein Jahr: In Australien wurde Novak Djokovic aus dem Land gejagt, bei den French Open war im Viertelfinale gegen Rafael Nadal Schluss. Wimbledon ist relativ sicher die letzte Chance für den Serben, die Saison noch irgendwie zu retten. Denn bei den US Open im Herbst wird er nicht antreten dürfen.

Der 20-fache Grand-Slam-Sieger betonte im Vorfeld des Wimbledon-Turniers noch einmal: Eine Impfung gegen das Coronavirus kommt für ihn nicht infrage. Derzeit dürfen aber nur geimpfte Personen in die USA einreisen. Djokovic verpasst damit den zweiten von vier Grand Slams in 2022, wenn sich an der Gesetzeslage nichts ändert.

Novak Djokovic verpasst US Open: „Gibt nicht viel, das ich tun kann“

„Ich würde liebend gerne in die Staaten reisen. Aber nach heutigem Stand ist es nicht möglich - da gibt es nicht viel, das ich tun kann“, sagte er auf einer Pressekonferenz in London. „Es liegt an der US-Regierung, ob sie ungeimpfte Menschen in ihr Land lassen.“ Für den 35-Jährigen ist das durchaus ein herber Schlag, denn ewig wird er nicht mehr auf Top-Niveau spielen und die größten Titel holen können.

Novak Djokovic wird - Stand jetzt - bei den US Open fehlen.
Novak Djokovic wird - Stand jetzt - bei den US Open fehlen. © IMAGO/Shaun Brooks

Aus den eher bescheidenen Aussichten gen Jahresende zieht Djokovic nun besonderen Antrieb für Wimbledon. Es sei für ihn eine „zusätzliche Motivation“, beim Rasenklassiker gut abzuschneiden. Die letzten drei Turniere in London hat er allesamt gewonnen. Wie schon bei den French Open ist der Impfstatus auch in Wimbledon kein Teilnahmekriterium.

Wimbledon: Djokovic will vierten Titel in Folge - Zverev und Medvedev nicht dabei

Der „Djoker“ gehört auf dem heiligen Rasen natürlich gemeinsam mit Nadal zu den Favoriten. Mit einem Sieg könnte er sich wieder in die Nähe der Weltranglisten-Führung bringen, die momentan Daniil Medvedev innehat. Denn der Russe ist genauso wie die deutsche Nummer eins Alexander Zverev, der aktuell auf dem zweiten Platz liegt, in Wimbledon nicht dabei.

Medvedev darf aufgrund der englischen Sanktionen gegen Russland im Zuge des Ukraine-Kriegs nicht spielen, Zverev zog sich bei Roland Garros einen Bänderriss zu. Am 27. Juni steigt der Wimbledon-Auftakt. (epp)

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