+
Auch ohne ihren verletzten Superstar Dirk Nowitzki können die Mavericks gewinnen.

Verletzter Nowitzki: Dallas gewinnt auch ohne ihn

New Orleans - Gegen die New Orleans Hornets konnten die Dallas Mavericks ihren zweiten Sieg in Serie einfahren. Und das ohne ihren Superstar Dirk Nowitzki. Der wird noch länger fehlen.

Auch ohne seinen Superstar Dirk Nowitzki feiert Titelverteidiger Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA Siege. Mit dem 83:81 (41:41) bei den New Orleans Hornets feierten die Texaner in der Nacht zum Sonntag den zweiten Auswärtserfolg nacheinander, während Deutschlands Sportler des Jahres wegen einer hartnäckigen Verletzung im rechten Knie frustriert im Anzug auf der Bank saß. Voraussichtlich am 29. Januar gegen die San Antonio Spurs soll er zurückkehren. Seit Wochen zwickt den 2,13-Meter-Riesen das malträtierte Gelenk.

„Wenn es nach Dirk gegangen wäre, hätte er heute gespielt. Wir glauben aber, dass es besser ist, wenn er acht Tage ein spezielles Programm absolviert, um seine Verletzung und die Kondition aufzuarbeiten“, erklärte Headcoach Rick Carlisle. Immerhin verzichtet der Cheftrainer freiwillig und aus Umsicht auf seinen wertvollsten und treffsichersten Spieler.

„Es geht nicht darum, dass ich ihn schonen will. Es ist eher genau das Gegenteil“, meinte Carlisle. Den „Dallas Morning News“ hatte Nowitzki bereits vor dem Match beim Angstgegner gesagt: „Ich habe Probleme mit dem Sprungwurf. Ich komme aus den Knien nicht richtig in die Luft.“

Basketball-Fachsimpeln im Weißen Haus: Nowitzki bei Obama

Basketball-Fachsimpeln im Weißen Haus: Nowitzki bei Obama

Offenkundig hinterließen die Belastungen beim Marsch der „Mavs“ durch die Playoffs zum ersten Meistertitel im Mai späte Spuren. Die mit dem Aus in der Zwischenrunde verpatzte EM mit der deutschen Nationalmannschaft tat ein Übriges. „Ich hatte zwischendurch die Nase voll vom Basketball, wollte mal abschalten“, hatte Nowitzki in der vergangenen Woche in Utah noch erklärt.

Und sein Formbarometer mit zur Zeit nur 17,5 Punkten im Schnitt pro Spiel spricht Bände. So schwach war er zuletzt 1999 mit den „Mavs“ in die Saison gestartet. Sein Karriere-Schnitt liegt seit 13 Jahren bei knapp 22 Punkten. Aber die kurze Vorbereitungszeit nach dem Lockout war wohl Gift für ihn. Doch die Neuzugänge Lamar Odom und Delonte West (je 16 Punkte) sprangen beim ersten Auswärtssieg in New Orleans nach zuvor acht Pleiten für Nowitzki in die Bresche.

In den Schlusssekunden machte Jason Terry mit zwei verwandelten Freiwürfen für die Gäste alles klar. Bei den Hornets kam Carl Landry auf 19 Zähler. Der deutsche Nationalteam-Center Chris Kaman musste sich dagegen in nur etwas mehr als sieben Minuten Spieleinsatz mit drei Punkten für den Gastgeber begnügen, der das siebte Spiel nacheinander und das zwölfte der letzten 13 verlor.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neue Zeitrechnung im Davis Cup: Mammut-Endrunde mit 18 Teams
Madrid (dpa) - Neue Zeitrechnung im Davis Cup: Erstmals in der Geschichte des fast 120 Jahre alten Tennis-Wettbewerbes wird der Sieger nicht in einem klassischen Finale …
Neue Zeitrechnung im Davis Cup: Mammut-Endrunde mit 18 Teams
„Hätte ihn töten können“: Rekord-Strafe nach Football-Skandal - Kommentator fassungslos
Myles Garrett sorgt in der NFL für einen Skandal a la Tyson, Zidane oder Schumacher. Für den 23-Jährigen könnte er das Ende seiner noch jungen Karriere bedeuten.
„Hätte ihn töten können“: Rekord-Strafe nach Football-Skandal - Kommentator fassungslos
Tsitsipas gewinnt erstmals ATP Finals - Sieg gegen Thiem
Für Dominic Thiem und Stefanos Tsitsipas war es eine Final-Premiere beim Turnier der Besten. Beide kämpften um ihren bislang bedeutendsten Titel. Im …
Tsitsipas gewinnt erstmals ATP Finals - Sieg gegen Thiem
Tennis-Trip mit Federer soll Zverevs Frust vertreiben
Der Südamerika-Trip mit Roger Federer soll Alexander Zverevs Kurzzeit-Frust über das Halbfinal-Aus bei der ATP-WM vertreiben. Für das Tennisjahr 2020 wagt der Hamburger …
Tennis-Trip mit Federer soll Zverevs Frust vertreiben

Kommentare