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Dirk Nowitzki hat die Mavs zurück in die Erfolgsspur geführt

Nowitzki und ein "Maskenmann" rehabilitieren Dallas

Dallas/Frankfurt - “Maskenmann“ Jason Terry und Kapitän Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks in der NBA rehabilitiert. Damit ist die jüngste Schmach so gut wie vergessen.

Vier Tage nach der peinlichen 94:128-Heimpleite gegen die chronisch erfolglosen New York Knicks gewannen die “Mavs“ am Mittwoch (Ortszeit) in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga dank der starken Leistung ihrer beiden Routiniers gegen die Chicago Bulls mit 113:106 und bleiben den Los Angeles Lakers in der Western Conference damit auf den Fersen. Mit nun 46 Siegen und 22 Niederlagen liegen die “Mavs“ gleichauf mit den Denver Nuggets, die Lakers führen den starken Westen mit 50 Erfolgen und 18 Pleiten an.

“Wir müssen uns defensiv weiter steigern, doch jetzt nutzen wir den freien Tag erst einmal zur Regeneration und bereiten uns dann auf die Boston Celtics vor“, sagte Nowitzki, der mit 26 Punkten zweitbester Werfer seines Teams war. Erfolgreichster Schütze bei den Texanern war vor 20 406 Zuschauern im American Airlines Center Caron Butler mit 27 Zählern, dem Höchstwert seit seinem Wechsel aus Washington nach Dallas.

Neben Butler und Nowitzki, der 17 seiner 26 Punkte in der ersten Halbzeit erzielte, feierte Terry ein beachtenswertes Comeback. Der 32-Jährige, der wegen einer schweren Gesichtsverletzung fünf Spiele lang pausiert hatte, kehrte Mitte des ersten Viertels begleitet von Ovationen der Fans mit einer Gesichtsmaske ins Team der Mavericks zurück und traf auf Anhieb die ersten vier Würfe. Am Ende kam Terry in knapp 25 Minuten auf neun Zähler. “Ich denke, das sah schon wieder sehr gut aus“, lobte Dallas' Coach Rick Carlisle den besten “sechsten Mann“ der Liga.

Gegen die schwachen Bulls, die auf ihre drei verletzten Leistungsträger Derrick Rose, Luol Deng und Joakim Noah verzichten mussten, konnte es sich Carlisle sogar erneut erlauben, Spielmacher Jason Kidd zu schonen. Der 36 Jahre alte Routinier saß das komplette erste und dritte Viertel auf der Bank, für ihn zeigte J.J. Barea besonders nach der Pause seine Qualitäten.

“J.J. hat im vierten Viertel groß aufgespielt und uns am Ende gerettet“ lobte Nowitzki die Puerto Ricaner. Nach einer 64:44-Führung zur Halbzeit ließen die Mavericks die Zügel nach dem Seitenwechsel etwas zu sehr schleifen, so dass die Bulls bis auf sieben Punkte verkürzen konnten. Doch in der Schlussphase besannen sich Nowitzki und Co. auf ihre Stärken und holten den 14. Sieg in den vergangenen 15. Spielen. Die Bulls drohen hingegen nach der neunten Pleite nacheinander die Playoffs zu verpassen.

Grund zum Jubeln gab es endlich wieder für die Los Angeles Clippers und den deutschen Nationalspieler Chris Kaman. Nach zuvor acht Niederlagen gewannen die Kalifornier gegen die Milwaukee Bucks 101:93, haben aber dennoch kaum noch Chancen, die K.o.-Runde zu erreichen. Kaman war mit 20 Punkten erneut bester Werfer seines Teams.

dpa

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