Nowitzkis Mavericks siegten gegen die Utah Jazz
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Nowitzkis Mavericks siegten gegen die Utah Jazz

Nowitzkis Mavericks siegen im Dutzend

Dallas - Die Dallas Mavericks holen dank Superstar Dirk Nowitzki den zwölften Sieg in Serie. Held des NBA-Wochenendes war aber nicht der Deutsche, sondern ein Trainer mit Kämpferherz.

Die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki haben in der NBA das Dutzend voll gemacht. Mit dem 103:97 über die Utah Jazz feierte das Team des deutschen Superstars am Samstag (Ortszeit) den zwölften Sieg nacheinander. Held des Wochenendes in war jedoch George Karl: Der frühere Trainer von Detlef Schrempf kämpfte vor wenigen Monaten noch gegen den Krebs und feierte jetzt mit den Denver Nuggets seinen 1000. Sieg während der regulären Saison als NBA-Trainer.

Nowitzki - und sonst? Die größten Stars des US-Sports

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Mit 31 Punkten und 15 Rebounds war Nowitzki einmal mehr überragender Akteur seiner Mannschaft und schaffte das achte Double- Double in dieser Spielzeit. “Dirk hat einen tollen Lauf“, lobte Trainer Rick Carlisle den gebürtigen Würzburger, der von zwölf Würfen aus dem Feld zehn traf: “Ein Typ mit seinem Können ist dazu in der Lage.“

Die Texaner hatten im ersten Viertel schon 29:4 geführt, mussten aber im letzten Durchgang doch noch mächtig zittern, als Utah zum 89:89 ausglich. Jason Terry mit einem Dreier acht Sekunden vor Schluss zum 102:97 auf Zuspiel von Nowitzki sorgte dann für die Entscheidung. “Jet ist im richtigen Moment heiß gelaufen“, meinte Nowitzki. “Das war definitiv ein schräges Spiel, aber es machte auch Spaß daran teilzuhaben.“ DeShawn Stevenson markierte 17 Zähler für die Mavericks, Caron Butler 16. Bei den Gästen war Deron Williams mit 34 Punkten der herausragende Werfer.

Mit 19 Siegen aus 23 Partien liegt Dallas weiter auf Rang zwei der Western Conference. Der deutsche Nationalspieler Chris Kaman von den Los Angeles Clippers muss mindestens drei Wochen pausieren. Der 28- Jährige erlitt eine Knochenprellung und Bänderdehnung im linken Sprunggelenk.

Im Moment des historischen Erfolgs dachte George Karl nicht an seinen Eintrag in die NBA-Geschichtsbücher, sondern an ein kühles Bier. Nur wenige Monate, nachdem der 59-Jährige zum zweiten Mal eine Krebskrankheit besiegte hatte, stieg der Basketball-Coach am Freitag (Ortszeit) als erst siebter Trainer in den elitären “1000er“- Club auf. “Bier schmeckt für mich nach jedem Erfolg eigentlich wie Champagner. Aber leider hat es das nicht mehr seit meiner Bestrahlung“, sagte Karl nach dem 123:116 seiner Denver Nuggets bei den Toronto Raptors. Die Krankheit - Nacken- und Rachenkrebs - hat ihm seinen Geschmackssinn weitgehend geraubt.

Vor mehr als einem Vierteljahrhundert begann Karls Trainerkarriere in der besten Liga der Welt, seine Teams erreichten seit 1984 in 19 von 22 Saisons die Playoffs. “Es war sehr einfach, jeden Tag für George zu spielen“, erzählte Ex-Profi Detlef Schrempf der Nachrichtenagentur dpa. “Wenn du hart trainiert und hart gespielt hast, war es ihm egal, ob du alles vorbei wirfst oder nicht - solange du den gleichen Wurf wie im Training nimmst.“

Mit dem deutschen Profi erlebte Karl bei den Seattle SuperSonics Mitte der Neunziger seine erfolgreichsten Jahre, forderte 1996 im Finale die übermächtigen Chicago Bulls (2:4) heraus. “Wir haben jeden Abend gedacht, dass wir gewinnen können. Das hat ziemlich viel Spaß unter ihm gemacht“, sagte Schrempf. Karl kann seine NBA-Erfolgsbilanz weiter ausbauen, die Nuggets haben ihm jüngst eine Vertragsverlängerung um drei Jahre angeboten. Nach 35 Bestrahlungen und acht Chemobehandlungen ist er zuversichtlich, noch länger im Basketball arbeiten zu können. “Das Leben feiern“, überschrieb er den bislang letzten Eintrag in seinem Online-Tagebuch.

dpa

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