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Nowitzkis nächster Anlauf zum Titel

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- Dallas - Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks planen erneut den großen Coup. Vor dem Saisonbeginn der nordamerikanischen Profiliga NBA hat Deutschlands bester Basketballer den letzten Schritt in der sportlichen Reifeprüfung angekündigt. "Die Final-Niederlage war eine sehr schmerzhafte, aber auch lehrreiche Erfahrung.

Diesmal wollen wir die Sache richtig machen und Meister werden", erklärte der Würzburger, der auf dem Weg zum ersten Titel der Vereinsgeschichte seine eindrucksvollen Leistungen der vergangenen Spielzeit überbieten soll.

Dallas investiert 180 Millionen Dollar

Trotz der vermeidbaren Finalpleite gegen Miami Heat - oder gerade deshalb - sind die Ansprüche der Texaner noch mal gestiegen. Für den Titelgewinn hat Klub-Eigentümer Mark Cuban 180 Millionen Dollar allein für das Halten seiner Führungskräfte ausgegeben. Nowitzki (28) verlängerte seinen Vertrag um drei Jahre für garantierte 60 Millionen Dollar und wird jetzt bis zum Ende der Saison 2010/2011 in Dallas bleiben. Der Druck nimmt durch den lukrativen Deal weiter zu. Dabei war seine Saison-Vorbereitung nicht ideal.

Durch die Teilnahme an der WM fehlen ihm knapp drei Wochen Erholung. Zudem war die Spielzeit 2005/2006 durch das Erreichen des Endspiels extrem lang und durch die unnötige Final-Niederlage nach 2:0-Führung emotional schwer zu verdauen.

"Ich mache mir um Dirk keine Sorgen. Er ist unser Boss, und Niederlagen machen große Spieler nur noch besser. Wir sind als Mannschaft gereift", sagte Mavericks-Coach Avery Johnson. Auch wenn die General Manager der 30 NBA-Teams in einer Umfrage deutlich die San Antonio Spurs als Titelkandidat Nummer eins favorisieren, traut der legendäre Michael Jordan den Mavericks die Meisterschaft zu. "Natürlich war die Final-Niederlage hart, aber Nowitzki hat für mich nicht versagt. Ohne ihn wären sie gar nicht so weit gekommen", sagte er, "keine Mannschaft ist in dieser Saison so heiß wie die Mavericks."

Auch Boris Becker ist längst Fan. "Wenn einer vor zehn Jahren aus Deutschland nach Dallas kommt und einer der besten Spieler der NBA wird, ist das eine unglaubliche Geschichte", meinte Becker. Nowitzkis Aufstieg zu einem der Vorzeigeprofis passt zur zunehmenden Dominanz ausländischer Spieler. 82 Spieler aus 38 Ländern haben das Gesicht der Liga gewaltig verändert. Bei der Spieler-Draft talentierter Nachwuchskräfte wurde sogar erstmals ein Europäer als erster Akteur überhaupt gezogen. Der Italiener Andrea Bargnani (21) wird die Toronto Raptors verstärken und verdient im ersten Profi-Jahr maximal 980 000 Dollar.

Absoluter Liga-Krösus in dieser Saison ist Kevin Garnett von den Minnesota Timberwolves mit einem Jahressalär von 21 Millionen Dollar. Die Gehalts-Obergrenze pro Team (Salary Cap) wurde auf 53,135 Millionen Dollar erhöht. Die größte Neuheit der 61. NBA-Saison aber ist das Spielgerät. Erstmals seit 35 Jahren wird ein Ball eingeführt, dessen Oberfläche nicht mehr aus Leder, sondern einer synthetischen Mikrofaser-Komposition besteht. "Ich höre immer nur bessere Griffigkeit. Von wegen", jammerte Shaquille O/Neal, "das Ding fühlt sich an wie ein Billigball aus dem Supermarkt."

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