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Österreich stellt Ullrich Profilizenz in Aussicht

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- Berlin - Der Österreichische Radsportverband (ÖRV) hat dem unter Dopingverdacht stehenden deutschen Radprofi Jan Ullrich eine Lizenz für die kommende Saison in Aussicht gestellt. "Mit welcher Begründung sollte ich Jan Ullrich eine Lizenz verweigern?", sagte Rudolf Massak, Generalsekretär des ÖRV: "Wenn er nach Österreich zieht, bekommt er von mir eine Profilizenz." Bisher habe es aber noch keine Anfrage von Ullrich gegeben, ergänzte Massak.

Der ÖRV lässt derzeit das vom Weltverband UCI übermittelte Dossier zum spanischen Doping-Skandal um den Mediziner Eufemiano Fuentes übersetzen, in den neben Ullrich auch der in Österreich lebende deutsche Fahrer Jörg Jaksche verwickelt sein soll. Die Lizenzvergabe ist an den Wohnort gebunden, der 32-jährige Ullrich müsste demnach für eine neue Startgenehmigung seinen derzeitigen Wohnsitz in Scherzingen aufgeben.

Massak verurteilte auch den Umgang mit verdächtigen Profis. "Radprofis sind keine Heilige, aber wie man mit den Sportlern umgeht, ist einfach unwürdig, menschenverachtend. Man soll jeden Menschen mit Fairness behandeln." Bisher seien alle Veröffentlichungen nur Spekulationen. Die UCI habe die Probleme in die Landesverbände abgeschoben, betonte der österreichische Funktionär: "Es kann doch nicht sein, dass Ivan Basso in Italien freigesprochen wird, Ullrich in der Schweiz verdonnert wird und man gegen Jörg Jaksche in Österreich ein Verfahren eröffnet, das dann sofort mangels Beweisen niedergeschlagen wird."

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