Olympia: Vorfall beim Tischtennis

Ekel-Aktion gegen Boll-Bezwinger - TV-Sender schmeißt Kommentator umgehend raus

  • Florian Schimak
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Timo Boll musste seinen Traum von einer Medaille im Einzelwettbewerb wieder früh begraben. Sein Bezwinger wurde von einem TV-Reporter beleidigt - weshalb dieser rausgeworfen wurde.

München/Tokio - Es war vermutlich die letzte Möglichkeit für einen der ganz Großen seiner Sportart. Tischtennis-Ikone Timo Boll wollte sich bei Olympia 2021* seinen letzten Traum erfüllen: Eine Einzelmedaille. Doch wieder war für den Odenwälder im Achtelfinale Schluss - und der Traum vom olympische Edelmetall geplatzt.

Gegen Jeoung Young Sik verlor der 40-Jährige mit 4:1 und wird wohl seine Karriere ohne Gold, Silber oder Bronze in einem Einzelwettbewerb bei Olympia beenden müssen. Immerhin hatte Boll einmal Silber (2008) und zwei Mal Bronze (2012&2016) mit der Mannschaft geholt.

Olympia 2021: Ekel-Aktion gegen Boll-Bezwinger - TV-Reporter wird umgehend gefeuert

Der Südkoreaner Jeoung war für Boll nicht zu knacken. Zuvor hatte der Asiate in der Runde zuvor Panagiotis Gionis aus Griechenland ausgeschaltet. In diesem Match kam es aber zu einem Ekel-Vorfall!

Wegen einer rassistischen Äußerung gegen Jeoung wurde ein griechischer TV-Reporter fristlos entlassen. Dies bestätigte der Sender ERT am Dienstag. Der Reporter Dimosthenis Karmoiris hatte am Dienstagmorgen die Tischtennispartie zwischen dem Griechen Gionis und Jeoung bei den Olympischen Spielen in Tokio kommentiert und sich abfällig über den Südkoreaner geäußert.

Insbesondere spielte er dabei auf die Augen des Asiaten an. Das brachte ihm bereits während der Live-Sendung einen Shitstorm auf Social Media ein. „Rassistische Kommentare haben im öffentlichen Fernsehen keinen Platz. Die Zusammenarbeit von Dimosthenis Karmoiris endete unmittelbar nach der Morgensendung“, teilte der Sender mit. (smk/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Imago-Images/Xinhua

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