Petkovic trotz Final-Niederlage zufrieden

's-Hertogenbosch - Sie war nah dran an der Überraschung. Doch am Ende musste sich Tennisspielerin Andrea Petkovic im Finale in 's-Hertogenbosch der Belgierin Justine Henin beugen. Dennoch reist die Deutsche mit viel Zuversicht nach Wimbledon.

Andrea Petkovic hat das Finale des Tennisturniers im niederländischen 's-Hertogenbosch verloren. Dennoch hat die deutsche Fedcup-Spielerin vor dem dritten Grand- Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon viel Selbstvertrauen gewonnen. “Das war eine gute Erfahrung. Ich habe gesehen, dass ich mit den besten Spielerinnen mithalten kann“, sagte die 22-Jährige aus Darmstadt am Samstag nach dem 6:3, 3:6, 4:6 gegen die Belgierin Justine Henin.

Auch wenn sie weiter auf ihren zweiten Turniersieg warten muss, konnte Petkovic mit sich zufrieden sein. Nicht nur im ersten Satz hatte die deutsche Meisterin die ehemalige Weltranglisten-Erste immer wieder in Bedrängnis gebracht. Auch im zweiten und dritten Durchgang nahm Petkovic ihrer an Nummer eins gesetzten Gegnerin jeweils den ersten Aufschlag ab. Im entscheidenden Satz führte sie sogar schon 3:0. “Ich wusste aber, dass es nicht leicht wird. Justine war zu gut“, meinte Petkovic.

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Henin, die den 43. Turniersieg ihrer Karriere und den zweiten seit ihrem Comeback Anfang dieses Jahres feierte, lobte die Deutsche. “Andrea hat ein großartiges Match gezeigt. Sie hat ein gutes Spiel für Gras. Sie schlägt die Bälle flach und hart“, meinte die 28- Jährige, der in ihrer Erfolgsbilanz der Sieg in Wimbledon noch fehlt.

Petkovic bestritt bei der mit 180 000 Euro dotierten Veranstaltung erst ihr viertes Turnier in ihrer Laufbahn auf Gras. “Ich war nervös vor diesem Turnier, weil Rasen nicht mein bevorzugter Belag ist. Aber nun blicke ich zuversichtlich auf mein erstes Match in Wimbledon“, meinte sie vor ihrer Abreise nach London. Dort trifft sie zum Auftakt auf die Russin Anna Tschakwetadse.

Den Herren-Titel holte sich in 's-Hertogenbosch Sergej Stachowski aus der Ukraine durch ein 6:3, 6:0 gegen den Serben Janko Tipsarevic, der einen Tag zuvor Benjamin Becker aus Mettlach in der Vorschlussrunde gestoppt hatte. Eine Überraschung gab es im englischen Eastbourne. Die Qualifikantin Jekaterina Makarowa holte sich mit dem 7:6 (7:5), 6:4 gegen die Weißrussin Viktoria Asarenka ihren ersten Turniersieg. In der Herren-Konkurrenz in Eastbourne setzte sich der Franzose Michael Llodra mit 7:5, 6:2 gegen Guillermo Garcia-Lopez aus Spanien durch.

dpa

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