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Poulsen im Zwiespalt der Gefühle

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- Gelsenkirchen - Er fühlt sich wohl im Verein, ist erfolgreich, beliebt bei den Fans und anerkannt im Team - und doch ist sich Christian Poulsen nicht sicher, ob beim FC Schalke 04 bleiben soll. "Ich weiß es einfach noch nicht", sagte der 26-jährige Defensiv-Spezialist vor dem Uefa-Cup-Spiel bei Levski Sofia. Einerseits lockt ihn die Herausforderung, sich bei einem europäischen Top-Klub durchzusetzen, andererseits weiß er, was er "auf Schalke" hat.

Nach dem unglücklichen Champions-League-Aus-ist nun im Uefa-Cup noch alles drin für die Königsblauen. "Wir wollen ins Finale. Das ist unser Traum,", sagt Poulsen entschlossen. Dass er in seiner Karriere noch nicht allzu viele Trophäen gewinnen konnte, wurmt den Nationalspieler ebenso wie die mit Dänemark verpasste Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Deutschland. Zwar wurde Poulsen vor seinem Wechsel im Jahr 2002 nach Gelsenkirchen mit dem FC Kopenhagen Meister, aber "der dänische Titel ist nicht so viel wert", sagt er.

Da Poulsen am Saisonende ablösefrei zu haben ist, sind längst ausländische Vereine auf den zweikampfstarken Mittelfeldstrategen aufmerksam geworden. Nicht zuletzt seine überragenden Spiele in der Königsklasse haben ihn zum Objekt der Begierde gemacht. Neben dem AC Mailand gilt der spanische Erstligist FC Villarreal als größter Interessent. Auf Schalke setzen die Verantwortlichen alle Hebel in Bewegung, ihn zu halten. Der Vertrag liegt unterschriftsreif in der Schublade. "Wir tun alles, damit er bleibt. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns", betonen Manager Rudi Assauer und Teammanager Andreas Müller.

Vor einem Jahr verwehrten die Schalker Poulsen den vorzeitigen Wechsel, weil sie trotz seiner Startschwierigkeiten an das große Potenzial des blonden Dänen glaubten. Assauer und Müller wissen, dass es "Christian nicht ums Geld" geht"; und sie wissen auch, wie schwer ihm ein Abschied fallen würde. Auf ein Ultimatum haben sie daher verzichtet. Aber: "Er muss sich nun bald entscheiden", betont Aussauer. Poulsen versteht, dass der Verein Planungssicherheit braucht: "Und auch ich habe dann endlich Ruhe im Kopf."

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