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Provisorisch in der Königsklasse

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- Rom - Dem AC Mailand droht trotz der erfolgreichen Berufung im italienischen Fußball-Skandal der Ausschluss aus der Champions League. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) vertagte gestern allerdings die endgültige Entscheidung im "Fall Milan" und lässt die "Rossoneri" zunächst provisorisch an der dritten Qualifikationsrunde zur Königsklasse teilnehmen.

Die Uefa wird derweil ihre Ermittlungen intensivieren und bis spätestens nächsten Mittwoch bekannt geben, ob die Mailänder an der Champions League teilnehmen dürfen.

Zuvor hatte ein Sprecher der Uefa erklärt, dass zunächst die "ethische Zuverlässigkeit" von Milan geprüft werden müsse, bevor sie einer Teilnahme des Traditionsklubs an der entscheidenden Qualifikationsrunde der Champions League zustimmt. "Die Vereine müssen auch vom ethischen Standpunkt solide sein. Die Position in der Meisterschaft genügt nicht, um in die Champions League zugelassen zu werden. Klubs, die den Fußball in Verruf bringen, oder die für Vergehen verantwortlich gemacht werden, können von der Champions League ausgeschlossen werden", zitierte die römischen Tageszeitung "La Repubblica" am Donnerstag einen Uefa-Sprecher.

Derweil sieht sich der mutmaßliche Strippenzieher von Juventus Turin, Luciano Moggi, als Opfer einer Verschwörungstheorie: Zwei Tage nach den abgemilderten Urteilen regiert im Land des Weltmeisters weiter Zorn und Missgunst. "Ich bin Opfer von Leuten, die abgehörte Telefongespräche ohne Beweise interpretiert und die Wahrheit verzerrt haben", erklärte der Ex-Sportdirektor von Juve, der als mutmaßlicher Drahtzieher bei den Schiedsrichterabsprachen zu einem fünfjährigen Berufsverbot verurteilt worden war. Der 68-Jährige erklärte, dass keine Telefonate aufgezeichnet worden seien, in denen er mit Schiedsrichtern spreche. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen, weil ich nichts Illegales gemacht habe. Ich werde weiterhin Juventus verteidigen, weil der Klub Opfer einer Ungerechtigkeit ist."

Zwischen Milan und Real Madrid ist nun ein heftiger Streit um Mailands Star Kaka entbrannt. "Milan erklärt Real den Krieg, das können Sie so schreiben. Wir werden alles tun, um Real das Leben unmöglich zu machen", so Galliani in der spanischen Zeitung "Marca". "50 Jahre lang war Real der größte Verein der Welt, aber dieses Real tut nichts mehr, was seiner Geschichte oder seinem Namen zur Ehre gereicht." Galliani sparte nicht mit Attacken gegen Ramon Calderon, der Anfang Juli versprochen hatte, im Falle seines Sieges bei der Real-Präsidentenwahl Kaka zu holen. Dabei hatte der brasilianische Star mit Milan erst im Juni bis 2011 verlängert. "Kaka wird uns nicht verlassen, und wenn doch, dann sicher nicht nach Madrid", so Galliani.

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