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Reiter Hetzel unter Dopingverdacht

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- Warendorf - Der deutsche Reitsport beklagt einen weiteren Dopingfall. Bei einer Medikationskontrolle des Pferdes Oreade de Fontin von Springreiter Holger Hetzel (Goch) im Juni beim CSI in Neuendorf/Schweiz wurde die im Wettkampf verbotene Substanz Gabapentin nachgewiesen. Dies teilte der Weltverband FEI der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit.

Hetzel gab zu, die siebenjährige Stute wegen epilepsieähnlichen Anfällen mit dem in der Humanmedizin angewendeten Medikament Neurontin behandelt zu haben. Oreade de Fontin habe im Frühjahr damit begonnen, sich in unregelmäßigen Abstanden auffällig zu verhalten. Dies sei durch die Behandlung abgestellt worden. Die Abbauzeit des Medikaments soll 72 Stunden betragen, die Arznei sei deshalb 120 Stunden vor einem geplanten Turnierstart abgesetzt worden.

"Warum die Medikationskontrolle dennoch ein positives Ergebnis gebracht hat, kann ich mir nicht erklären", sagte Hetzel. Möglicherweise habe sich aufgrund des sehr heißen Wetters das Harnausscheidungsverhalten des Pferdes verändert, so dass sich trotz des zeitlichen Sicherheitsabstandes von fünf Tagen ein positives Probeergebnis ergeben hat. "Ich bedauere dies sehr. Gleichzeitig möchte ich ausdrücklich unterstreichen, dass ich keinerlei Absicht hatte, die Leistung des Pferdes zu manipulieren", so Hetzel.

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