Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hatte Probleme mit der Technik. Foto: Srdjan Suki
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Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hatte Probleme mit der Technik. Foto: Srdjan Suki
Lewis Hamilton raste in Sotschi zur Bestzeit. Foto: Srdjan Suki
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Lewis Hamilton raste in Sotschi zur Bestzeit. Foto: Srdjan Suki
Nico Rosberg spulte seine Runden betont souverän und cool ab. Foto: Srdjan Suki
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Nico Rosberg spulte seine Runden betont souverän und cool ab. Foto: Srdjan Suki
Kimi Räikkönen lieferte beim Training gewohnt unaufgeregt die viertbeste Zeit ab. Foto: Yuri Kochetkov
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Kimi Räikkönen lieferte beim Training gewohnt unaufgeregt die viertbeste Zeit ab. Foto: Yuri Kochetkov
Pascal Wehrlein vom Team Manor Racing musste sich mit der zweitschlechtesten Zeit in Sotschi begnügen. Foto: Srdjan Suki
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Pascal Wehrlein vom Team Manor Racing musste sich mit der zweitschlechtesten Zeit in Sotschi begnügen. Foto: Srdjan Suki

Erst Elektronik, dann Getriebe: Vettel ausgebremst

Sebastian Vettel erleidet weitere Rückschlage. Im zweiten Training zum Formel-1-Rennen in Russland muss er seinen Wagen vorzeitig abstellen, dann wird er auch noch strafversetzt. Bestzeit fährt Lewis Hamilton. WM-Spitzenreiter Nico Rosberg wird Dritter.

Sotschi (dpa) - Erst Probleme mit der Elektronik, dann auch noch das Getriebe: Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel hat bei seiner Aufholjagd nach WM-Spitzenreiter Nico Rosberg schon vor dem Großen Preis von Russland die nächsten empfindlichen Dämpfer erlitten.

Der viermalige Formel-1-Weltmeister musste seinen SF-16H eine Stunde vor Ende des zweiten Freien Trainings in Sotschi nur wenige Meter vor der Ziellinie abstellen, später wurde er auch noch wegen eines unerlaubten Getriebewechsels für den Grand Prix am Sonntag fünf Plätze nach hinten strafversetzt.

Vettel beendete vor seiner abendlichen Hiobsbotschaft am Freitag den Trainingstag aber dennoch mit der zweitbesten Zeit. "Ich denke, wir hatten ein Elektronikproblem", sagte der Hesse. "Uns fehlen ein bisschen die Runden am Nachmittag."

Vor dem Heppenheimer sicherte sich Weltmeister Lewis Hamilton die Tagesbestzeit mit mehr als 0,6 Sekunden Vorsprung auf den Scuderia-Piloten. Dritter auf dem 5,848 Kilometer langen Kurs am Schwarzen Meer wurde Hamiltons Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg. "Was wir bisher sehen konnten, war, dass sie stark sind", lobte Vettel die beiden Mercedes-Piloten.

Nachdem Testfahrer Alfonso Celis noch in der ersten Einheit einen Force India gesteuert hatte, übernahm am Nachmittag wieder Nico Hülkenberg von dem Mexikaner. Der Rheinländer wurde an seinem 100. Grand-Prix-Wochenende 13., Manor-Mann Pascal Wehrlein musste sich mit der zweitlangsamsten Zeit im 22 Mann starken Fahrerfeld begnügen.

Selten bekamen die Zuschauer so viele Dreher zu sehen wie auf dem 5,848 Kilometer langen Kurs am Schwarzen Meer. Ob Vettel, Hamilton oder Jenson Button - kaum ein Fahrer, der nicht einen kleinen Abflug machte. Rosberg indes spulte sein Programm cool ab. Nach der ersten eineinhalbstündigen Einheit sicherte sich der Gewinner der ersten drei Grand Prix dieses Jahres die Bestzeit, am Nachmittag musste er Hamilton und Vettel den Vortritt lassen.

"Es ist schwierig, es auf dem Kurs hinzubekommen, weil es nur ein kleines Fenster gibt, in dem die Reifen perfekt arbeiten, und außerdem gibt es viele Stellen, wo man leicht Fehler machen kann", meinte Rosberg, der mit dem Fahrgefühl zufrieden war.

Von einem gelungenen Tagespensum konnte bei Vettel dennoch keine Rede sein. Mit seiner bereits dritten Ferrari-Antriebseinheit in dieser Saison und einem neuen Frontflügel war das zweite Freie Training für ihn vorzeitig beendet. Während die Silberpfeile auf dem Asphalt Runde um Runde drehten, saß Vettel neben seiner "Margherita" und machte sich auf einem Blatt Papier eifrig Notizen. Rund 20 Minuten vor Ende des Trainingstages hieß es für ihn auch offiziell: Session beendet. Vettels Teamkollege Räikkönen fuhr die viertbeste Zeit auf dem russischen Asphalt.

Bei ihrer Tour durch den Olympia-Park hatten Hamilton, der die ersten beiden Auflagen in Sotschi gewonnen hat, und Rosberg definitiv mehr Spaß als Vettel. Mit aufgerüsteten Motoren konnten die Silberpfeil-Piloten wichtige Erkenntnisse für den Grand Prix am Sonntag sammeln. "Es war ein konstruktiver Tag, um in das Wochenende zu starten", resümierte Hamilton. "Wir haben das meiste unseres Programms erledigt."

Mit 75 Punkten kann Rosberg vor dem vierten Saisonrennen die Maximalausbeute vorweisen. Der gebürtige Wiesbadener hat schon 36 Punkte Vorsprung auf Hamilton, Vettel fehlen bereits 42 Zähler auf seinen 2016 bislang dominierenden Landsmann.

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