Rosickys Abschied auf Raten

- Dortmund - Das Winter-Theater um einen sofortigen Wechsel von Tomas Rosicky zum FC Chelsea ist Schnee von gestern, der Abschied im Sommer jedoch die bittere Prognose. Der Notverkauf des talentierten Tschechen, dessen Marktwert rund 25 Millionen Euro beträgt, dürfte angesichts der brisanten Finanzlage des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund unvermeidbar sein. Der 23-Jährige, dessen Vertrag eigentlich bis 2008 datiert ist, führte bereits Gespräche mit Chelsea, das konkrete Angebot der Londoner an den BVB blieb jedoch aus. Schließlich waren sich Rosicky und sein Berater Pavel Paska einig, dass es das Beste sei, vorerst noch in Dortmund zu bleiben.

<P>"Ich schulde dem<BR>Dortmunder Publikum<BR>noch etwas"<BR><BR>"Ich habe bei der Borussia noch eine Rechnung offen. Ich schulde dem Dortmunder Publikum noch etwas. Die Hinrunde war die schlechteste Halbserie, seit ich in Dortmund bin. So kann ich nicht gehen",  sagt  Rosicky,  der bei  sechs  Bundesliga-Spielen  fehlte  (er  musste  wegen einer  Blinddarm-Operation pausieren, außerdem noch wegen Rückenbeschwerden).</P><P>Zu Beginn des neuen Jahres strotzt Rosicky nun vor Tatendrang, selbst einen Champions-League-Platz hat er trotz eines Rückstandes von zehn Punkten noch nicht abgeschrieben. In den genesenen Torsten Frings und Flavio Conceicao weiß er nun auch wieder die idealen Partner für sein Kombinationsspiel an seiner Seite. "Ich muss nur noch mehr Tore machen, vor Weihnachten habe ich zu viele Chancen ausgelassen", meinte Rosicky.</P><P>Trainer Matthias Sammer registriert die Diskussionen um seinen Musterschüler scheinbar gelassen. "Er ist noch jung und braucht Zeit, bis er die nötige Stabilität hat. Aber bei einem solchen Ausnahmespieler werden wir immer damit zu tun haben, dass er umworben ist", sagt der BVB-Coach. In den Kreis der Interessenten hat sich neben Chelsea und dem FC Barcelona auch der FC Bayern eingereiht. "Ich kann mir Rosicky langfristig bei Bayern vorstellen", erklärte Präsident Franz Beckenbauer.</P><P>Doch Rosicky macht keine Hehl aus seinem Wunsch, bei einem Klub in Spanien anzuheuern ("dort spielen die besten Fußballer der Welt"). Sollte Rosicky nach Spanien abwandern, wären Dortmund und die Bundesliga um eine Attraktion ärmer.<BR></P>

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