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Rostock wieder Spitze

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- München - Hansa Rostock hat im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Tabellenspitze wieder die Nase vorne. Am 8. Spieltag der 2. Fußball- Bundesliga löste die Mannschaft Trainer Frank Pagelsdorf mit dem 2:1 gegen Kickers Offenbach den Karlsruher SC ab, der mit dem 4:1 über Carl-Zeiss Jena auf Platz eins gestürmt war. Dank des Traumtores des Ungarns Tamas Hajnal unterstrich der 1. FC Kaiserslautern mit dem 1:0 im Spitzenspiel beim TSV 1860 München seine Aufstiegsambitionen und rückte mit dem ersten Auswärtssieg hinter das ungeschlagene Führungsduo und vor dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln auf den dritten Platz vor.

«Auf Grund der zweiten Halbzeit haben wir verdient gewonnen. Ich habe immer an den Sieg geglaubt. Am Führungstor der Offenbacher hatte die Mannschaft mächtig zu knabbern, denn so eine Situation hatte sie in dieser Saison noch nicht erlebt», sagte Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf nach dem glanzlosen Erfolg. «Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Wir haben das Potenzial für die erste Liga», meinte Hansas Abwehrspieler Tim Sebastian.

Ähnlich turbulent wie in Fürth, wo Duisburg aus einem 0:2-Rückstand einen 5:3-Sieg machte, ging es auch in Essen zu, wo Rot-Weiß nach dem Treffern von Michael Lorenz und Michael Bemben (Foulelfmeter) noch den Sieg verspielte. Mit zwei späten Toren retteten Hüzuyfe Dogan (90.) und Timo Röttger (90.+2.) dem SC Paderborn einen Punkt. Der FC Erzgebirge Aue verbesserte sich mit dem 3:0 gegen Braunschweig auf Rang neun und bescherte dem neuen Eintracht-Coach Djuradj Vasic einen bitteren Einstand. Zum Abschluss der achten Runde stehen sich TuS Koblenz und FC Augsburg im Aufsteigerduell gegenüber.

Ein kurioses Tor des Offenbachers Regis Dorn brachte vor 20 000 Zuschauern im Ostseestadion die Rostocker zunächst in arge Verlegenheit. Im Liegen schob der Franzose in der siebten Minute den Ball an Hansa-Torwart Matthias Schober vorbei ins Tor. Aber nach der Pause steigerte sich die Hanseaten. Marc Stein (69.) gelang per Kopfball der Ausgleich. Djordjije Cetkovic (77.) machte Rostocks vierten Heimsieg perfekt.

Im Verein tobt ein Streit um das Präsidentenamt, und auch auf dem Fußballplatz ist die «Löwen»-Welt nicht mehr in Ordnung. Mit dem 0:1 gegen gegen Bundesligaabsteiger Kaiserslautern kassierte 1860 vor der Saison-Rekordkulisse von 48 800 Zuschauern in der Allianz Arena die erste Heimniederlage. «Sie müssen vor dem gegnerischen Tor viel entschlossener auftreten», kritisierte 1860-Coach Walter Schachner seine Stürmer. In der 37. Minuten parierte 1860-Keeper Michael Hofmann (37.) einen Foulelfmeter von Sebastian Reinert.

Mit einem unhaltbaren Distanzschuss sorgte Hajnal (83.) für eine gelungene Lauterer Generalprobe für den Pokalhit am 25. Oktober beim FC Bayern. «Da wollen wir die Bayern ein wenig ärgern», kündigte FCK- Trainer Wolfgang Wolf an. «Platz drei ist eine schöne Momentaufnahme und gibt uns viel Selbstvertrauen», sagte Lauterns gefeierter Torschütze Hajnal.

Beim 1. FC Köln ist nach drei sieglosen Spielen Ratlosigkeit eingekehrt. «Es ist mir unerklärlich, warum wir nicht besser spielen», grübelte Präsident Wolfgang Overath nach dem tor- und trostlosen Gekicke in Unterhaching. Nach so viel Kritik wie noch nie in seiner 15-jährigen Amtszeit kann Freiburgs Coach Volker Finke zunächst einmal durchatmen. Beim 2:0 gegen Schlusslicht Burghausen feierten die Breisgauer den ersten Saisonsieg. Die Stimmung bleibt trotzdem gereizt. «Finke raus»-Rufe von den Zuschauerrängen waren nicht zu überhören.

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