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Sauerland kritisiert Klitschko

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- Hamburg - Vier Wochen vor dem WM-Kampf von Profi-Boxer Wladimir Klitschko gegen den Amerikaner Chris Byrd kritisiert Promoter Wilfried Sauerland den Ukrainer. "Wladimir ist nicht mit vollem Herzen Boxer. Für ihn ist Boxen keine Leidenschaft, sondern ein Beruf, dem man nachgeht", sagte Sauerland in der "Sport Bild". "Und einen Beruf muss man ja nicht immer so furchtbar gerne haben."

Der jüngere der Klitschko-Brüder, der Byrd am 22. April in Mannheim den Titel der International Boxing Federation (IBF) entreißen will, sei nicht mit Herz und Seele dabei wie beispielsweise Ex-Weltmeister Sven Ottke. "Natürlich soll Wladimir sein Leben genießen und durch die Gegend reisen. Aber wenn er eine herausragende Rolle im Sport spielen will, darf er sich nicht nur zwei Monate vor einem Kampf voll auf die Aufgabe konzentrieren. Er muss es zehn Monate im Jahr tun", forderte Sauerland.

Die von den Klitschko-Brüdern gegründete Agentur K 2 veranstaltet den WM-Kampf in Zusammenarbeit mit dem Sauerland-Boxstall und dessen Fernsehpartner ARD. Klitschko, der am Samstag im Trainingslager auf Mallorca seinen 30. Geburtstag begeht, stand bereits einmal mit Byrd im Ring. Im Oktober 2000 bezwang er den 35-Jährigen einstimmig nach Punkten und sicherte sich erstmals den WM-Titel der World Boxing Organization (WBO).

Sauerland sieht Klitschko in der Favoritenrolle. "Byrd ist kein Boxer, der ihn unangenehm überraschen kann. Aus dem ist ja nicht einmal ein großer Puncher geworden. Er ist körperlich unterlegen", meinte der zumeist in Südafrika lebende Promoter. Im Falle eines Sieges sei Klitschko aber "kein unangefochtener Champion", sondern "schlicht einer von vier Titelträgern". Klitschko hat von seinen 48 Profi-Kämpfen drei verloren, davon die WM-Kämpfe gegen Corrie Sanders (Südafrika) und Lamon Brewster (USA).

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