1. Startseite
  2. Sport
  3. Mehr Sport

Dallinger: WM im Visier, Olympia im Blick

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Wolfgang Krzizok

Kommentare

Voll fokussiert: Maxi Dallinger geht bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Changwon an den Start.
Voll fokussiert: Maxi Dallinger geht bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Changwon an den Start. © sta/Archiv

Die deutschen Meisterschaften der Sportschützen sind vorbei. Für Maxi Dallinger gab es fünf Medaillen. Jetzt aber hat der junge Mann von Isental Lengdorf ein anderes Ziel im Visier und ist deshalb nach Südkorea gereist.

Lengdorf – Mit seinem Abschneiden bei den deutschen Meisterschaften in Hochbrück ist Maxi Dallinger nur bedingt zufrieden. „Von den Medaillen her war es nicht so schlecht, aber die Ergebnisse waren jetzt nicht so überragend“, erzählt der 21-jährige Sportpolizist, der aber ergänzt: „Als Vorbereitung für die WM war es nicht so verkehrt.“ Die Weltmeisterschaften im südkoreanischen Changwon beginnen am Samstag und dauern eine Woche lang. Am Mittwochnachmittag hat sich Dallinger auf den Weg gemacht.

Mit fünf Medaillen kehrte der Lengdorfer von den deutschen Titelkämpfen heim, die auf der Olympia-Schießanlage in Hochbrück ausgetragen worden waren. Silber gab es mit dem Luftgewehr, im kleinen Dreistellungskampf und im Mixed-Team, Bronze im Dreistellungskampf und mit dem Team liegend. Neuer Wettbewerb im Programm war das Mixed-Team, „das bei den Olympischen Spielen 2020 erstmals olympisch ist“, berichtet der 21-Jährige.

Hier ging der Lengdorfer mit Isabella Straub aus Kirchseeon an den Start. „Ich kenne sie schon einige Zeit vom Training her“, sagt Dallinger. Dass die beiden ein Mixed-Team bilden, das ist jedoch im Endeffekt Sache des Landestrainers. Und es hat sich offensichtlich bewährt, mit dem Erreichen der Silbermedaille. „Geschossen wird bei diesem Wettbewerb nebeneinander. Jeder absolviert stehend 40 Schuss“, erklärt der Lengdorfer.

Bei der Weltmeisterschaft in Südkorea wird das Duo Straub/Dallinger gemeinsam für Deutschland an den Start gehen. Der 21-Jährige tritt außerdem noch im Luftgewehr Einzel und im Kleinkaliber liegend an. Die Weltmeisterschaft in Changwon ist aber noch aus einem anderen Grund wichtig. „Da werden bereits die ersten Startplätze für Olympia 2020 in Tokio vergeben“, erzählt der Sportpolizist. Allerdings sind es keine „personalisierten“ Plätze. „Die beiden Erstplatzierten in den Konkurrenzen erhalten Startplätze bei Olympia für ihre Nation“, klärt Dallinger auf. „Das wäre schon ein gewisser Luxus im Hinblick auf die kommenden Monate, denn je eher du einen Startplatz holst, umso entspannter kannst du die nächsten Aufgaben angehen.“ Später habe man dann logischerweise immer mehr Druck.

Gewöhnung an die Zeitumstellung

Um nichts dem Zufall zu überlassen, haben sich die deutschen Athleten schon in Deutschland auf die siebenstündige Zeitumstellung vorbereitet. „Beim Weltcup im Frühjahr hatte die komplette Mannschaft erhebliche Probleme mit der Zeitverschiebung von sieben Stunden“, sagt Dallinger. „Bei einem Sport, in dem höchste Konzentration gefordert ist, ist aber ein guter körperlicher und mentaler Zustand von enormer Wichtigkeit.“

Deshalb ist der 21-Jährige seit dem vergangenen Wochenende jeden Tag eine Stunde früher ins Bett gegangen und auch früher aufgestanden. „Heute bin ich zum Beispiel schon um ein Uhr früh aufgestanden und habe damit meine innere Zeitumstellung beendet“, erzählt er kurz vor dem Abflug nach Südkorea. Am Samstag steigt die Eröffnungsfeier, am Sonntag beginnen die Wettkämpfe – gleich mit Dallinger, der im Mixed-Team an den Start geht. Dann wird sich zeigen, wie gut die Vorbereitung war.

Alle Informationen

zur Weltmeisterschaft in Changwon gibt es im Internet unter www.issf-sports.org.

Auch interessant

Kommentare