Schlimme Pleiten in der Fremde

- Beim Ausflug in den Südwesten bezogen die Münchner Hockey-Bundesligisten ganz schön Prügel. So verloren die Damen des HC Wacker beim amtierenden Hallenmeister RK Rüsselsheim mit 1:17. Für die junge Mannschaft von Trainer Roger Zeissner rückt der Klassenerhalt damit natürlich in weite Ferne. Aber auch der Münchner SC bezog beim Vizemeister TSV 1846 Mannheim eine böse 1:7-Schlappe.

Dabei begann es für den MSC recht vielverspechend, denn bereits nach drei Minuten erzielte Nationalspielerin Alex Kollmar die Führung. Doch dann überboten sich die Münchnerinnen im Auslassen klarster Möglichkeiten. Die Mannheimerinnen, mit der überragenden Goldmedaillen-Gewinnerin Fanny Rinne, schlugen dagegen eiskalt zu. Für MSC-Coach Hermann Ellenbeck geriet die Partie zum Trauma: "Wir waren spielerisch nicht einmal so schlecht, doch wer 57 Minuten lang keinen Treffer erzielt, der braucht sich nicht wundern, wenn er dann so untergeht."

Der Coach wollte es auch nicht als Entschuldigung gelten lassen, dass drei Stammkräfte (Katharina Scholz, Nadja Ritter und Amelie Koch) wegen Verletzungen nicht antreten konnten: "Unsere schlechte Chancenverwertung zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Hallen-Saison." Trotzdem glaubt Ellenbeck noch an ein Happy-End: "Wenn wir am nächsten Wochenende unsere beiden Heimspiele gegen die HG Nürnberg und Eintracht Frankfurt gewinnen, dann könnten wir die Hallensaison in der Bundesliga sogar noch als Dritter beenden."

MSC-Herren bleiben zu 90 Prozent erstklassig

Bei den Männern ist München nach dem bitteren Abstieg des HC Rotweiß nur noch durch den MSC in der Bundesliga vertreten. Aber auch beim dem Traditionsverein musste man, ein Jahr nach dem Gewinn des Hallen-Europa-Cups, zuletzt noch um den Klassenerhalt zittern. Das 2:2 beim HC Limburg führte dann nicht gerade zu Jubelstürmen, denn Trainer Martin Schultze hatte vor der Partie vehement drei Zähler gefordert. "Immerhin können wir jetzt sagen, dass der Ligaerhalt zu 90 Prozent geschafft ist", meinte der MSC-Coach, der sich aber mit der Leistung in Limburg nicht zufrieden zeigte: "Es war kein gutes Spiel, uns ist in der Offensive zu wenig eingefallen."

Nationalspieler Christopher Zeller erzielte seinen 14. Saisontreffer und auch der nach Verletzungspause reaktivierte Lars Michel traf ins gegnerische Tornetz. Der Trainer ist aber überzeugt, dass es in der nächsten weiter Budenzauber in Liga eins für den MSC gibt: "Wir haben noch ein Auswärtsspiel in Heidelberg sowie die beiden Heimspiele gegen Dürkheim und Frankenthal, da holen wir auf jeden Fall die drei noch nötigen Punkte zum Klassenerhalt."

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