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Schröder nach langer Flucht eingeholt

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- Caen - So lange war Björn Schröder, 25, noch nie im Fernsehen zu sehen gewesen. Fast fünf Stunden fuhr er gestern zusammen mit dem Franzosen Samuel Dumoulin vor dem Feld, der maximale Vorsprung während der 200 Kilometer langen Flucht betrug 12:50 Minuten. Es ging durch Regenschauer und schwüle Hitze, am Ende aber war alles umsonst. Drei Kilometer vor dem Ziel wurden die Ausreißer in Caen eingeholt. "Die sind einfach an uns vorbeigeballert", schilderte der Milram-Profi das Ende aller Träume: "Ich bin knapp am Sieg vorbeigeschrammt."

Hauptdarsteller auf der Zielgeraden war der Spanier Oscar Freire, der in einem von gefährlicher Hektik geprägten Endspurt den Belgier Tom Boonen, Träger des Gelben Trikots, auf Rang zwei verwies. Nach dem zweiten Tour-Etappensieg seiner Karriere widmete sich Freire auch kurz den negativen Begleiterscheinungen dieser Frankreich-Rundfahrt: "Wenn viel Geld im Spiel ist, dann gibt es immer welche, die betrügen." Er hoffe aber, so der dreifache Weltmeister, "dass bei der Tour in Zukunft wieder mehr über den Sport gesprochen wird."

Seine bisher beste Tour-Platzierung erkämpfte sich Debütant David Kopp. Der Gerolsteiner-Profi, schon am Vortag Sechster, sprintete auf den vierten Platz. Ein Achtungserfolg. Zudem verteidigte sein Teamgefährte Marcus Fothen, 24, das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers (bis 25 Jahre). Die Bilanz von Erik Zabel fiel einen Tag vor seinem 36. Geburtstag weniger erfreulich aus. Im Finish konnte er gerade noch einen Sturz abwenden, am Ende landete er auf dem neunten Rang. "Damit kann ich nicht zufrieden sein", meinte Zabel. Als zwölffacher Tour-Etappensiege hat er schon ganz andere Zeiten erlebt.

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