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Schumacher bereit für die Aufholjagd

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- Magny-Cours - Frankreich-König Michael Schumacher will in Magny-Cours den Rückstand auf seinen Nachfolger Fernando Alonso weiter verkürzen, dem Renault-Rivalen eine schmerzhafte Heimniederlage zufügen und nebenbei eine neue Bestmarke aufstellen. Mit dem achten Sieg auf seiner Paradestrecke könnte der Rekord-Weltmeister gleich drei ehrgeizige Ziele auf einen Schlag erreichen.

«Die zweite Saisonhälfte möchten wir in eine Aufholjagd umgestalten, denn wir haben den Kampf um den WM-Titel noch lange nicht aufgegeben», sagte der Ferrari-Pilot. Formel-1-Spitzenreiter Alonso lassen diese Kampfansagen vor dem Renault-Jubiläum kalt: «Wir wollen beim Heimrennen zurückschlagen.»

Sein souveräner Sieg in Indianapolis hat Schumachers Zuversicht zusätzlich gesteigert. «19 Punkte sind machbar, daran glaube ich fest», wies er auf den in den USA um sechs Zähler reduzierten Rückstand hin. «Wir haben den unbedingten Willen zum WM-Sieg.» In Tag- und Nachtschichten hat Ferrari für den Großen Preis von Frankreich eine schätzungsweise 20 PS mehr leistende Motorausbaustufe und aerodynamische Weiterentwicklungen produziert, um die technischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufholjagd zu schaffen.

Aber auch Renault ruhte sich nicht auf den bisherigen Erfolgen und dem beruhigenden Vorsprung aus. Vor dem Heim-Grand-Prix besonders motiviert, legten auch die «Blauen» vor dem elften Saisonlauf eine Schippe drauf. «In Magny-Cours fahren wir mir der neuen Motorspezifikation und einigen aerodynamischen Verbesserungen», sagte Alonso. Motor-Ingenieur Denis Chevrier geht von einem Rundengewinn von ein bis zwei Zehntelsekunden aus.

Abgesehen vom aktuellen Titelrennen möchte Renault mit dem zweiten Sieg auf dem «Circuit de Nevers» hintereinander auch sein Jubiläum krönen: Vor 100 Jahren glückte dem Ungarn Ferenc Szisz im Renault östlich von Le Mans der erste Sieg beim Großen Preis von Frankreich.

Alonsos fünfter Platz in Indianapolis soll nicht mehr als ein Ausrutscher gewesen sein. «Ich gehe davon aus, dass wir hier gewinnen können», sagte der Spanier, der mit seinem ersten Erfolg in Magny- Cours im Vorjahr einen Freudentaumel in blau-weiß-rot ausgelöst hatte. Angesichts des immer noch komfortablen Vorsprungs macht sich der WM-Spitzenreiter verständlicherweise keine großen Sorgen: «Wir müssen jetzt nicht pessimistisch sein und befürchten, dieser Vorteil könnte schnell verschwinden.» Renault-Teamchef Flavio Briatore stärkte der ganzen Truppe den Rücken: «Ich rechne erneut mit beiden WM-Titeln. In Magny-Cours haben wir auch dank der gegenüber Indianapolis anderen Reifensituation gute Siegchancen.»

Schumacher geht ebenfalls davon aus, dass Magny-Cours kein Spiegelbild von Indianapolis sein wird. «Der Sieg in Amerika ist keine Garantie für ein gutes Ergebnis in Frankreich. Das war ein extrem ermutigendes Rennen, aber wir dürfen es nicht überbewerten», warnte der siebenmalige Frankreich-Triumphator, der mit einem achten Erfolg einen neuen Rekord aufstellen würde. «Der Abstand war zu groß, er stellt das Kräfteverhältnis nicht wirklich dar, er verfälscht es.» Das Team habe noch viel Arbeit vor sich. «Aber der Titel ist möglich», spornte Motivator «Michele» seine Männer an.

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