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Schumacher nur noch am Go-Kart-Lenkrad

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- Monza - Als der Moment des Abschieds von Formel-1-Fahrer Michael Schumacher gekommen war, rollten auch beim 37-Jährigen die Tränen. Mit seiner Art und besagten Tränen hat der siebenmalige Weltmeister zum letzten Mal die Fans verzückt und zu Tränen gerührt.

Die Schumi-Ära auf der Rennstrecke ist vorbei, seine Zeit in der Führungsetage von Ferrari wird kommen, auch wenn er noch nicht genau weiß, wie und wann es losgehen wird.

"Die letzten 16 Jahre meines Lebens waren extrem organisiert und verplant. Nun möchte ich erst einmal ein wenig planlos sein", sagte Schumacher am Rande der traditionellen Ferrari-Days in Monza, bei denen sich der Kerpener ein letztes Mal feiern ließ. Und: "Später wird mir dann schon klar werden, wie ich bei Ferrari eingebunden werde." Fest steht für ihn derzeit nur: "Ich fühle mich im Moment so, dass ich kein Lenkrad mehr in die Hand nehmen möchte, außer dem des Go-Karts."

Ferrari betitelt Schumachers künftige Rolle als Assistent von Neu-Geschäftsführer Jean Todt. Der siebenfache Weltmeister selbst sagt: "Es geht darum, was für Ferrari wichtig ist und wobei ich helfen kann." Sein neuer Job werde "eine Beratertätigkeit sein, zum Beispiel in der Weiterentwicklung der Straßenautos oder der Nachwuchsarbeit, aber Genaues ist noch nicht definiert."

Schumachers väterlicher Freund Todt stellte bereits klar, dass der Kerpener kein Schreibtisch-Täter werden muss. "Keine Pflicht in die Fabrik zu gehen, an den Tests oder an den Rennen teilzunehmen. Schumachers neuer Job ist beneidenswert, vor allem, wenn man mit einem Vertrag mit vielen Nullen rechnen kann", kommentierte die Turiner Zeitung La Stampa die neue Zusammenarbeit. Und Tuttosport meinte: "Für den Piloten wird sich vieles ändern. Von Schumi zum Herrn Schumacher steht ein Sprung ins Nichts."

Insgesamt war es in Monza ein emotionaler Abschied Schumachers vom Rennsport. Nach seiner letzten Runde in seinem ehemaligen Dienstwagen weinte der siebenmalige Weltmeister vor Rührung und umarmte sein Team sowie Firmenchef Luca di Montezemolo, Jean Todt und Ross Brawn herzlich. Rund 45 000 Fans - so viele wie noch nie außerhalb eines Formel-1-Rennens - feierten Schumacher mehr als überschwänglich. "Wir sind nichts, ihr seid alles. In all den Jahren wart ihr unsere Kraft. Grazie, Grazie, Grazie", rief Schumacher auf Italienisch den Anhängern zu.

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