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Schumacher: "Wir wollen die WM noch rot färben"

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- Hockenheim - Michael Schumacher mobilisiert alle Kräfte, um seine viel versprechende Aufholjagd auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso beim Heimrennen fortzusetzen. Nach zwei Siegen in Folge will er bei seinem möglicherweise letzten Auftritt in Hockenheim den Hattrick schaffen und den Rückstand auf den Renault-Rivalen weiter reduzieren.

Die Marschroute des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters für den Großen Preis von Deutschland an diesem Wochenende ist klar: "Druck machen, Boden gut machen, erneut siegen."

Wie zuletzt in Indianapolis und Magny-Cours dürften auch beim zu erwartenden Hitzerennen in Hockenheim die Reifen der Schlüssel zum Sieg sein. Hier scheint Ferrari mit Bridgestone gegenüber Renault mit Michelin inzwischen ein wenig die Nase vorn zu haben. RenaultTeamchef Flavio Briatore forderte deshalb vom französische Partner unverblümt ein höheres Entwicklungstempo: "Michelin soll endlich aufwachen." Alonso, der am Samstag 25 Jahre alt wird, umschrieb seine Unzufriedenheit diplomatischer: "Ich bin sicher, Michelin will wieder Weltmeister werden."

Vor dem zwölften Saisonlauf am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/RTL und Premiere) liegt der siebenmalige Champion aus Kerpen mit 79 Punkten noch 17 Zähler hinter Alonso (96). In den USA und in Frankreich hat der Ferrari-Star acht Punkte auf den Spanier wettgemacht. "Es ist kein Geheimnis, dass wir den Hattrick schaffen wollen", sagt Schumacher. "Unser Kampfgeist ist geweckt. Wir haben uns fest vorgenommen, die WM noch rot zu färben. Wir wollen den Titel haben."

Angesichts der wachsenden Überlegenheit der Roten gegenüber den Blauen und den stärker aufkommenden Toyota mit Bruder Ralf und Jarno Trulli winkt Schumacher durchaus die Chance, auf dem 4,574 km langen Kurs mehr als nur zwei Zähler aufzuholen. Ferrari-Teamchef Jean Todt hofft auf die Unterstützung anderer Bridgestone-Rennställe: "Wichtig ist, möglichst viele Fahrer zwischen einem vorne fahrenden Michael Schumacher und Alonso zu bringen." Denn ständig zweite Plätze würden dem Spanier zur Titelverteidigung reichen, selbst wenn Schumacher bei allen ausstehenden sieben WM-Läufen siegen sollte. Deshalb ist der 88-malige Grand-Prix-Gewinner auf Schützenhilfe angewiesen.

Beim 30. Großen Preis von Deutschland auf der kurpfälzischen Traditionsstrecke kann sich Schumacher zumindest der Schützenhilfe zehntausender von "Rotkäppchen" sicher sein. "Natürlich berechnen wir die Unterstützung der Fans ein", sprach der Rekord-Champion seinen Anhängern die Rolle des "zwölften Mannes" zu. Seine beiden jüngsten Erfolge und die Möglichkeit, dass der Superstar letztmals im Motodrom zu sehen sein könnte, haben den Ticketverkauf angekurbelt. Vieles spricht zwar dafür, dass Schumacher 2007 weiterfährt, aber noch wahrscheinlicher ist, dass Hockenheim im kommenden Jahr aus dem WM-Kalender fällt und der deutsche Grand-Prix auf dem Nürburgring stattfindet. Was dann 2008 passiert, steht in den Sternen.

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