Selbstbewusste Bertenbreiter

- Jahrelang war München auf der Leichtathletik-Landkarte, was den Sprintbereich betrifft, ein weißer Fleck. Das hat sich geändert. Am ersten Tag der bayerischen Hallenmeisterschaften in Fürth sorgte Franziska Bertenbreiter am Samstag mit ihrem Sieg im 60-m-Lauf für einen Paukenschlag. Die 23-jährige Studentin aus München im Trikot des TSV Wolfratshausen durchbrach die 7,50-Sekunden-Mauer und lief mit 7,47 eine Zeit, wie sie seit dem Wechsel der Rockmeier-Zwillinge zum TV Wattenscheid bei bayerischen Titelkämpfen nicht mehr erreicht wurde.

<P>Den zweiten Platz belegte in 7,53 Sekunden die nach viel Verletzungspech in den letzten Jahren wieder erstarkte Anja Wurm (LAC Quelle Fürth/München 1860/Würzburg), die sich im Zwischenlauf auf die persönliche Bestzeit von 7,52 gesteigert hatte. Und "nur" Dritte wurde die deutsche Jugendmeisterin Verena Sailer (früher TV Kempten, jetzt ebenfalls LAC Quelle), die im Vorjahr als 17-Jährige sogar überlegen Hallenmeisterin geworden war, in 7,57. Franziska Bertenbreiter mischt schon seit einigen Jahren in der bayerischen Spitze mit, aber ein so gewaltiger Sprung nach vorn (über 60 m gegenüber dem Vorjahr 23 Hundertstel schneller) war ihr bisher noch nie gelungen. "Ich bin selbstbewusster geworden", meinte sie nach ihrem bisher größten Erfolg, "das ist sicherlich ein wesentlicher Grund für meinen Leistungsanstieg."<BR><BR>Das Selbstbewusstsein dürfte in den letzten Woche auch bei Philipp Specht gestiegen sein. Der 19-jährige Münchner vom TSV 1860 im LAC Quelle Fürth/München/Würzburg hatte vor 14 Tagen bei den südbayerischen Meisterschaften den Titel im 60-m-Sprint vor dem Favoriten Laslo Barath (TSV Wolfratshausen) gewonnen und wurde nun in Fürth mit persönlicher Bestzeit (6,94 Sekunden) Zweiter hinter dem früheren deutschen 100-m-Jugendmeister Johannes Fischer (6,87), aber vor Moritz Mundschau (6,98). Fischer (21) und Mundschau (19) gehören ebenfalls dem LAC Quelle an, haben im Gegensatz zu Specht Fürther Startpässe, trainieren aber in München beim BLV-Sprinttrainer Ewald Kaufmann.<BR><BR>Diese drei gewannen zusammen mit Kai Doskoczynski, einem Neuzugang aus Berlin, die 4 x 200 m trotz eines verpatzten zweiten Wechsels die 4 x 200 m in 1:27,96 Minuten, einer Zeit, mit der man bei den deutschen Hallentitelkämpfen den Endlauf erreichen sollte. Und auch Münchner Sprint-Nachwuchs stand bei der Siegerehrung nach der 4 x 200-m-Staffel der männlichen Jugend B mit auf dem Podium. Das Quartett der LG München mit André Warth, Martin Sztromajer, Flori Richthammer und Harry Meiler belegte in 1:35,63 Minuten Rang zwei hinter dem LAC Quelle (1:32,83), bei dem Schlussläufer Florian Geyer das Münchner Element verkörperte. "Dabei ist von unseren Jungs außer Meiler noch keiner vorher jemals die 200 Meter gelaufen", stellte LG-Trainer Wildner fest.<BR></P>

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