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Die Serie von Federer hält in Wimbledon

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- Wimbledon - Roger Federer gilt ohnehin schon als einer der besten Tennisspieler, der jemals die traditionsreiche Anlage in Wimbledon betreten hat. Am Freitag hat der 24-Jährige mit seinem vierten Vorstoß ins Endspiel um die All England Championships in Folge einen weiteren Meilenstein gesetzt. Durch das 6: 2, 6:0, 6:2 über Jonas Björkman (Schweden) ist der Schweizer der erste Spieler der Profi-Ära überhaupt, der das Finale von fünf Grand-Slam-Turnieren in Folge erreicht hat.

"Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht", sagte Federer nach der nur 77 Minuten kurzen Gala: "Es ist nicht so leicht, wenn man als hoher Favorit in so ein Spiel geht. Aber ich bin nach einem vorsichtigen Start ins Rollen gekommen und habe am Ende exzellent gespielt." Das Spiel begann wegen anhaltender Regenschauer mit zwei Stunden Verspätung. Während sich die Zuschauer auf der Anlage im Wimbledon-Museum drängten und an den Imbissständen Fisch und Chips zu sich nahmen, schaffte es Federer im Umkleideraum, sich auf die Sekunde genau auf den Matchbeginn vorzubereiten. Er beherrschte das Spiel gegen den 34 Jahre alten Doppelspezialisten aus Schweden von Anfang an.

Björkman wirkte nervös und schaffte es nie, den Moment auf dem Centre Court zu genießen, wie er es angekündigt hatte. Dabei war es erst das zweite Grand-Slam-Halbfinale in seiner langen Laufbahn nach den US Open 1997. Nach Breaks zum 2:1 und 5:2 war der erste Satz in 27 Minuten beendet. Björkmans erneuter Aufschlagverlust zum 0:1 im zweiten Durchgang bedeutete schon eine Vorentscheidung.

Björkman wusste, dass er keine Chance hatte. Als er im dritten Satz zum 1:2 mal wieder seinen Aufschlag durchbringen konnte, wurde der Schwede von den 13.800 Zuschauern lautstark gefeiert. "Es war schwer für ihn", meinte Federer: "Ich habe es geschafft, ihn bei jedem Aufschlagsspiel unter Druck zu setzen und konnte die wichtigen Breakpunkte machen."

Nach nur 1:17 Stunden war die einseitige Partie beendet, in der der sonst so freundliche Federer gnadenlos professionell seine ganze Klasse gegen einen überforderten Gegner ausspielte. Er ist damit als erst vierter Spieler im modernen Tennis ohne Satzverlust in das Wimbledon-Endspiel eingezogen und versucht nun als dritter Spieler nach dem 1. Weltkrieg viermal in Folge zu gewinnen.

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