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Gute Mine zum 10. Platz: Mlichael Schumacher nach dem Rennen in Shangai.

Shanghai-Schmach: Schumacher will "daraus lernen"

Shanghai - Der Rekord-Weltmeister als Fahrschüler: Nach der Shanghai-Schmach muss Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher wieder ganz von vorn anfangen. Helfen soll jetzt die gute alte Fahrschule.

“Dieses Wochenende war kein glückliches für mich. Ich muss daraus lernen“, bekannte der 41-Jährige am Sonntag mit finsterem Gesicht. Mit Platz zehn in China machte der Mercedes-Star den schlechtesten Saisonstart seiner Karriere perfekt. Teamkollege Nico Rosberg fuhr dem Kerpener als Dritter schon wieder meilenweit davon. “Ich habe keinen guten Job gemacht“, urteilte Schumacher.

Noch aber steht das silberne Lager fest zum PS-Helden. “Keine Angst, Michael hat das Autofahren nicht verlernt“, beteuerte der Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug immer wieder. “Er ist eine Institution. Er kommt zurück.“

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Bislang allerdings ist Schumacher vom Glanz vergangener Tage weit entfernt. Chaotische Regenrennen wie in Shanghai waren für den von britischen Medien einst ehrfürchtig “Rainmeister“ getauften Deutschen einst eine Lust. Diesmal rutschte Schumacher zuweilen bedenklich um den Kurs und musste sich am Ende sogar vom Renault-Neuling Witali Petrow und dem nicht unbedingt als Regen-Experten gefürchteten Ferrari-Mann Felipe Massa überholen lassen.

“Ich habe die Reifen zu hart rangenommen. Ich hatte am Ende nur noch Slicks und konnte mich nicht mehr wehren“, erklärte der 91-malige Grand-Prix-Sieger, der 2006 in China den bislang letzten Rennsieg seiner Karriere verbucht hatte. Die Rückkehr wurde zur Demütigung. “Man muss das als Erfahrung abhaken und sich aufs nächste Rennen vorbereiten“, sagte Schumacher.

Seine Zwischenbilanz ist rabenschwarz. Mit zehn Punkten ist er nach vier Rennen abgeschlagen WM-Zehnter, 50 Zähler hinter China- Sieger Jenson Button und 40 hinter dem neuen Gesamtzweiten Rosberg. In Red-Bull-Fahrer Sebastian Vettel, der Fünfter ist, und dem Neunten Adrian Sutil von Force India liegen noch zwei weitere Deutsche vor ihm.

Gegen den internen Rivalen Rosberg war Schumacher bislang chancenlos. In Qualifikation und Rennen lag er immer hinter dem Wiesbadener. Von zwölf Trainingsduellen entschied er nur eines für sich. “Michael hat bis Malaysia klare Fortschritte gemacht. Bis dahin kam er Nico immer näher. Das Ergebnis von China geht völlig gegen den Trend“, befand Teamchef Ross Brawn erstaunt.

Haug jedoch schob alle Schuld auf den zumindest im Fall Schumacher offensichtlich störrischen Silberpfeil. “Jeder weiß, wie stark Michael bei dem Wetter ist. Es muss am Auto liegen“, sagte der 57- Jährige. Zudem habe der siebenmalige Champion im Rennen einen Rempler bekommen und danach Probleme mit dem Auto gehabt.

In der Unmenge des Datenmaterials will auch Schumacher nun nach Erklärungen suchen. Keine leichte Aufgabe. “Michaels Probleme sind schwer zu verstehen“, klagte selbst “Superhirn“ Brawn. Ob beim nächsten Rennen in Barcelona in drei Wochen mit einem modifizierten Auto schon Besserung eintritt, will Schumacher nicht versprechen. “Das wird kein radikaler Umbau“, sagte er. Rosberg aber glaubt noch an die Wende: “Ich bin sicher, dass er schon beim nächsten Wochenende weiter vorn sein wird.“

dpa

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