1. Startseite
  2. Sport
  3. Mehr Sport

1899 Hoffenheim beurlaubt Trainer Gisdol

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Huub Stevens soll bei 1899 Hoffenheim Nachfolger seines ehemaligen Assistenten Markus Gisdol werden. Foto: Guillaume Horcajuelo
Huub Stevens soll bei 1899 Hoffenheim Nachfolger seines ehemaligen Assistenten Markus Gisdol werden. Foto: Guillaume Horcajuelo © Guillaume Horcajuelo

Im Auswärtsspiel am Samstag beim 1. FC Köln soll schon Huub Stevens auf der Trainerbank von 1899 Hoffenheim sitzen. Nach dpa-Informationen haben sich die Kraichgauer von ihrem Coach Markus Gisdol getrennt. Eine Bestätigung gibt es allerdings noch nicht.

Zuzenhausen (dpa) - 1899 Hoffenheim hat sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und Sky News HD von seinem Trainer Markus Gisdol getrennt. Nachfolger soll der Niederländer Huub Stevens werden, der zuletzt den VfB Stuttgart zweimal vor dem Abstieg gerettet hatte.

Von den Hoffenheimern gab es vorerst keine Bestätigung, sie verwiesen auf eine geplante Pressemitteilung am Nachmittag.

Der krisengebeutelte Fußball-Bundesligist steht nach einer Talfahrt mit nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die TSG hatte am Freitagabend mit dem 0:1 gegen den Hamburger SV erneut den ersten Heimsieg verpasst. Dabei machte die Mannschaft einen völlig verkrampften Eindruck.

Gisdols Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2018. Der 46-Jährige, bei Schalke einst Assistenztrainer von Stevens, hatte sein Amt im April 2013 zusammen mit Sportchef Alexander Rosen angetreten und den Club vor dem Abstieg bewahrt.

Der mächtige Mäzen Dietmar Hopp entzog Gisdol wie erwartet endgültig das Vertrauen. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich der Milliardär und Gesellschafter mit den Spielern Kevin Volland, Pirmin Schwegler und Eugen Polanski zum Krisengespräch getroffen. Gisdol und Sportchef Alexander Rosen waren dabei außen vor geblieben.

Mit Rosen gab es am Samstag ein Gespräch, allerdings ohne offizielles Ergebnis. Der Direktor Profifußball hatte bereits am Freitagabend erklärt, dass er seine Zukunft nicht an die des Chefcoaches gebunden sieht. Rosen soll im Amt bleiben, damit das sportliche Vakuum nicht zu groß wird.

Für den 61-jährigen Stevens ist Hoffenheim bereits die achte Station in der Bundesliga nach zweimal Schalke 04, Hertha BSC, 1. FC Köln, Hamburger SV und zuletzt zweimal VfB Stuttgart. Sein Vertrag bei den Schwaben war im Sommer nicht verlängert worden. Der VfB holte Alexander Zorniger, der mit dem Hoffenheimer Landesrivalen ebenfalls im Abstiegskampf steckt.

Auch interessant

Kommentare